Marktbericht vom 16.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind mit einem deutlichen Plus in die neue Handelswoche gestartet, nachdem sich weiter kein Ende des Krieges im Nahen Osten abzeichnet. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hoch und heute sind bislang weitere kräftige Aufschläge zu beobachten.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 106 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1175 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1430 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten befindet sich nun schon in der dritten Woche und die Kämpfe gehen mit unverminderter Härte weiter. Eine diplomatische Lösung oder eine Kapitulation des Iran scheint in weiter Ferne zu sein.
Dabei werden die Fragen nicht weniger und auch nicht einfacher. Wie soll die schon so oft in Gespräch gebrachte Absicherung von Transporten durch die Straße von Hormus bewerkstelligt werden? US-Präsident Trump hat hier andere Länder zur Hilfe aufgerufen und argumentiert, dass eine stabile Ölversorgung auch im Interesse aller ist. Vergessen hat er dabei aber wohl, dass es nicht im Interesse anderer Länder war, dass die USA gemeinsam mit Israel den Iran angreifen. Entsprechend zurückhalten fielen bisher die Reaktion aus.
Was soll mit der für den Iran wohl lebenswichtigen Insel Kharg passieren, die übers Wochenende von den USA angegriffen wurde? Trump lässt verlauten, dass die Ölanlagen "aus Anstand" nicht zerstört worden sind. Fakt ist, dass dies die Ölpreise kurz- und wohl auch mittelfristig weiter nach oben getrieben hätte, da dadurch am Markt dauerhaft rund zwei Millionen Barrel pro Tag fehlen würden.
Eine weitere wichtige Frage ist zudem, ob der Iran Ausnahmen für den Öltransport durch die Straße von Hormus zulassen wird. Angeblich verhandelt die indische Regierung derzeit mit dem iranischen Regime über dieses Thema. Unabhängig davon ist es wohl so, dass es bereits jetzt immer wieder Durchfahrten gibt. Entscheidend dabei ist, unter welcher Flagge die Schiffe unterwegs sind und welches Ziel diese ansteuern.
Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit August letzten Jahres gefallen. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben die Dollar-Nachfrage erhöht, ebenso die Tatsache, dass die US-Währung immer noch als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten gesucht ist.
Die Heizölpreise hierzulande nehmen zum Wochenstart leider wieder Fahrt auf. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten, was aber wieder nur eine Momentaufnahme ist. Je nach Nachrichtenlage kann sich die Tendenz jederzeit verstärken oder es aber einen schnellen Richtungswechsel geben. Die Ölheizer halten sich mit Bestellungen weiter stark zurück und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Versorgungslage im Inland.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 16.03.2026, 10:20 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (13.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 16.03.2026, 10:20 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (13.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern wieder eine regelrechte Zick-Zack-Bewegung hingelegt und sind mit deutlichen Aufschlägen aus den Handel gegangen. Heute Morgen fallen die Futures im asiatisch geprägten Handel bislang aber leicht zurück.
Die Ölpreise haben wieder an Fahrt aufgenommen, obwohl gestern eine Freigabe strategischer Ölreserven beschlossen wurde. In Folge werden leider auch bei den Heizöl-Notierungen wieder massive Aufschläge erwartet.