Marktbericht vom 24.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern zunächst weiter angestiegen, mit der Meldung über Verhandlungen im Iran-Krieg ging es dann aber in den Mittagsstunden rasant abwärts. Bei den Heizöl-Notierungen kam dies bislang nur sehr gedämpft an.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 102 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1290 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1580 Dollar gehandelt.
US-Präsident Trump vermag es immer noch die Börsen zu bewegen und man möchte hoffen, dass dies zumindest aktuell seine Berechtigung hat.
Denn angeblich soll es nun erste Gespräche mit dem Iran und dabei eine Annäherung gegeben haben. Die am Samstag angedrohte Zerstörung von Energieanlagen wurde kurzerhand verschoben und das Ultimatum um fünf Tage verlängert.
Die Rohölpreise, die am Vormittag zunächst weiter angestiegen waren, stürzten nach dem Trump-Tweet innerhalb von wenigen Minuten um über 10 Dollar pro Barrel ab, um sich dann in etwa bei 100 Dollar pro Barrel (Brent) zu fangen.
Seitens des Irans blieb eine Bestätigung über Gespräche oder Verhandlungen bislang allerdings aus und so dürfte die Lage am Ölmarkt auch in den nächsten Stunden und wohl auch Tagen sehr fragil bleiben, zumal die iranische Nachrichtenagentur Fars heute morgen von zwei Angriffen auf Energieanlagen berichtet hat.
Aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine in letzter Zeit deutlich in den Hintergrund gerückt. Gestern sorgte die Meldung über einen Brand am wichtigen russischen Umschlaghafen Primorsk aber zumindest vorübergehend für zusätzlichen Auftrieb am Ölmarkt.
Die Entwicklung der Ölpreise wird aber natürlich auch weiterhin maßgeblich vom Krieg in Nahost abhängig sein und dabei wohl immer weniger von Worten, also von Ereignissen bzw. tatsächlichen Begebenheiten.
Am Devisenmarkt konnte auch der Euro von der Hoffnung auf Verhandlungen im Iran-Krieg profitieren und im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar wieder etwas zulegen. Die US-Währung war zuletzt als Krisenwährung stark gesucht, obwohl die Zinsaussichten eher den Euro stützen sollte.
Die Heizölpreise haben sich von den Turbulenzen an den internationalen Ölmärkten zuletzt eher unbeeindruckt gezeigt und sich ein wenig vom Börsengeschehen und der Nachrichtenlage abgekoppelt. Heute könnte es unter Umständen etwas nach unten gehen, ohne dass aber größere Sprünge zu erwarten sind. Tanklager und Handel fahren weiterhin mit hohen Risikoprämien auf Sicht und solange die Straße von Hormus nicht wieder frei befahrbar sein wird, dürfte sich daran auch wenig ändern.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 24.03.2026, 09:40 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (23.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 24.03.2026, 09:40 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (23.03.2026, 23:40 Uhr)
Die Ölpreise haben sich zuletzt weiter verteuert und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande auf dem höchsten Niveau seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine.
Die Ölpreise haben gestern nach einem erneuten Sprung nach oben bereits am Vormittag wieder die Richtung gewechselt und im weiteren Verlauf deutlich nachgeben. Bei den Heizöl-Notierungen deutet sich bislang keine gravierende Änderung an.