Marktbericht vom 30.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben bereits am Freitag wieder massive Aufschläge verzeichnet und starten auch heute in Asien zumindest bei Gasöl mit einem weiteren Plus. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter kräftig nach oben.
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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 115 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1442 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1510 Dollar gehandelt.
Mit dem Kriegseintritt der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die eventuell den Schiffsverkehr im Roten Meer behindern oder sogar lahmlegen könnten, sowie den ersten Anzeichen, dass die USA bald Bodentruppen einsetzen will, ist im Nahen Osten eine neue Eskalationsstufe zu befürchten.
Auch wenn in den Medien zuletzt auch verstärkt über das Thema Verhandlungen unter der Vermittlung unter anderem von Pakistan berichtet wird, so scheint eine friedliche Lösung derzeit weit weg vom Bereich des Möglichen. Zu weit dürften die Positionen der Kriegsparteien auseinanderliegen und die Tatsache, dass es mit Israel noch einen Player gibt, der seine ganz eigenen Interessen verfolgen will, dürfte das Vorhaben nicht unbedingt leichter machen.
So kursieren unter Analystenkreisen immer mehr Befürchtungen, dass die Rohölpreise bis auf 200 Dollar pro Fass steigen könnten und diese im Falle von stärkeren Schäden bei der Öl- und Gasinfrastruktur in der Golf-Region dauerhaft hoch bleiben würden.
Ein Beispiel hierfür könnte die Insel Kharg sein, über die der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte abwickelt und die ein Ziel von US-Präsident Trump sein könnte. Dass bei einer eventuellen US-Invasion hier keine großen und langfristigen Schäden entstehen würden, ist kaum denkbar.
Neben dem Krieg in jetziger Form und der neuen Bedrohung durch die Huthi-Rebellen gibt es aktuell zudem starke Einschränkungen bei der Verladung russischen Öls an Ostseehäfen, die durch ukrainische Drohnenangriffe stark beschädigt worden sind.
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar, der als Krisenwährung derzeit verstärkt gesucht ist, unter Druck. Heute steht der deutsche Verbraucherpreisindex zur Veröffentlichung an, der erste Hinweise auf eine höhere Inflation im Zuge des Iran-Krieges bringen könnte.
Die Heizölpreise hierzulande kennen derzeit weiterhin leider nur eine Richtung. So muss nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen heute zum Wochenstart mit Aufschlägen in einer Größenordnung von zwei bis fünf Cent pro Liter gerechnet werden. Zudem ist zu befürchten, dass es bei einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten noch deutlich stärker nach oben gehen könnte.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 30.03.2026, 11:00 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (27.03.2026, 23:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 30.03.2026, 11:00 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (27.03.2026, 23:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern wieder deutlich angezogen und nach einer kurzen Verschnaufpause zu Handelsschluss geht es heute in Asien weiter nach oben. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Aufschlägen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder einmal die Richtung gewechselt und streben seither nach oben. In Folge ziehen heute auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich an.