Marktbericht vom 27.03.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder deutlich angezogen und nach einer kurzen Verschnaufpause zu Handelsschluss geht es heute in Asien weiter nach oben. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Aufschlägen.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1360 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1540 Dollar gehandelt.
Obwohl oder gerade weil US-Präsident Trump sein Ultimatum an den Iran nun bereits ein zweites Mal verlängert hat, sind die Rohölpreise weiter auf dem Weg nach oben.
Bis spätestens 6. April muss die Straße von Hormus wieder frei befahrbar sein. Ansonsten will die USA Angriffe auf iranische Energieanlagen starten, so die aktuelle Botschaft der Trump-Regierung an das iranische Regime.
Die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen scheint aber zumindest unter den Börsianern nicht mehr besonders hoch zu sein, zumal Teheran auch weiterhin die von Trump immer wieder erwähnten Gespräche bzw. Verhandlungen dementiert. Lediglich über Drittstaaten sollen bislang Dokumente mit Forderungen oder Botschaften ausgetauscht worden sein.
Die Tatsache, dass die USA dabei sind, ihre militärische Präsenz in der Golf-Region weiter kräftig zu erhöhen, lässt auch nicht unbedingt den Schluss zu, dass man auf einem Weg zu einer friedlichen Lösung ist. Ebenso wenig die permanenten gegenseitigen Angriffe, durch den Iran auch weiterhin auf benachbarte Verbündete der USA.
So orientieren sich die Ölhändler zunehmend an der Dauer der Versorgungsausfälle, als an den von Trump produzierten Schlagzeilen und der Markt scheint immer mehr zu realisieren, dass nach wie vor kein Ende des Konfliktes in Sichtweite ist.
Wann in den ersten Ländern Öl und Gas rationiert werden muss, scheint nur noch eine Fragen von Tagen, bestenfalls Wochen zu sein.
Am Devisenmarkt führen die weltweit steigenden Ölpreise zu einer erhöhten Nachfrage nach dem US-Dollar, so dass der Euro in Umkehrreaktion weiter unter Druck bleibt. Solange es keine Aussicht auf ein Ende des Kriegs im Nahen Osten besteht, dürfte sich dieser Trend fortsetzen, was die europäischen Energieimporte zusätzlich verteuern würde.
Die Heizölpreise hierzulande ziehen mit diesen Vorgaben leider weiter an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von 4 bis 6 Cent pro Liter erwarten. Immer mehr Verbraucher geben die Hoffnung auf bald fallende Notierungen auf und versorgen sich zumindest mit einer Teilmenge. In Folge zieht die Nachfrage langsam aber stetig an. Ölheizer mit knappem Vorrat sollten durchaus eine Aufstockung auf aktuellem Niveau ins Auge fassen.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.03.2026, 10:30 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (26.03.2026, 23:40 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.03.2026, 10:30 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (26.03.2026, 23:40 Uhr)
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder einmal die Richtung gewechselt und streben seither nach oben. In Folge ziehen heute auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich an.
Die Ölpreise haben sich gestern weiter stabilisiert, was aber wohl eher vorübergehender Natur sein dürfte. Bei den Heizöl-Notierungen hat sich der Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fortgesetzt.