Marktbericht vom 08.04.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind in den letzten Stunden massivst unter Druck geraten, nachdem eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten vermeldet worden ist. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen rasant nach unten.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,90 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1200 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1690 Dollar gehandelt.
Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Trump ist es durch die Vermittlung Pakistans doch noch gelungen, das Schlimmste im Iran-Krieg zu verhindern und eine zweiwöchige Waffenruhe herbeizuführen. Für diese Zeit soll auch eine sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus gewährleistet sein, was sich entsprechend und spontan auf die Rohölpreise ausgewirkt hat.
In kurzer Zeit sind die Brent-Futures von rund 110 auf aktuell rund 95 Dollar pro Fass förmlich abgestürzt und auch bei den Gasöl-Notierungen gab es einen Einbruch in ähnlicher Größenordnung.
Dass diese Vereinbarung allerdings auf sehr wackeligen Beinen steht, dürfte wohl jedem Marktbeobachter klar sein und man darf gespannt sein, wie die Verhandlungen am kommenden Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad anlaufen werden. Israel hat der Feuerpause zwar ebenfalls zugestimmt, will aber weiterhin Ziel im Libanon zur Bekämpfung der Hisbolah-Meliz angreifen.
Nun wird es spannend zu beobachten sein, wann erste Tanker und Handelsschiffe im großen Stil die Straße von Hormus durchfahren werden und wie schnell die Transporte wieder in Schwung kommen.
Trotz dieser Einigung in förmlich letzter Sekunde werden die Händler aber sicherlich weiter sehr nervös agieren und die internationalen Ölpreise in den nächsten Stunden und Tage auch sehr schwankungsanfällig bleiben.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das American Petroleum Institute (API) gestern Abend nach Börsenschluss einen moderaten Zuwachs bei Rohöl und einen Rückgang bei Benzin in ähnlicher Größenordnung vermeldet hat.
Auch am Devisenmarkt hat die Waffenruhe seine Wirkung nicht verfehlt. Der Euro kann heute Morgen im Vergleich zum Dollar deutlich zulegen, der zuletzt als Krisenwährung bzw. "sicherer Hafen" gesucht war. Aktuell steht unsere Gemeinschaftswährung knapp oberhalb der 1,17-Dollar-Marke, also noch rund einen Cent niedriger als vor Kriegsbeginn.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute erfreulicherweise mit kräftigen Abschlägen in den Tag. Wie schnell sich der Börsenhandel hier auf den physischen Markt auswirken wird, wird sich im Laufe der nächsten Stunden zeigen. Aktuell zeichnet sich ein Rückgang von rund 10 cent pro Liter ab, es gibt hier aber noch große Schwankungen. Sollte die Waffenruhe halten, können Ölheizer auf jeden Fall aufatmen und in nächster Zeit mit weiter fallenden Notierungen rechnen.
Die Ölpreise bleiben auch nach Ostern auf ihrem hohen Niveau, nachdem sich leider nach wie vor kein Ende des Krieges im Nahen Osten abzeichnet. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit weiteren Aufschlägen.
Die Ölpreise sind heute morgen förmlich nach oben gesprungen, nachdem US-Präsident Trump weitere schwere Angriffe gegen den Iran angekündigt hat. In Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen kräftig an.