Marktbericht vom 09.04.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 09.04.2026, 08:08 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten nach dem gestrigen Rückgang aufgrund der nach wie vor sehr fragilen Lage im Nahen Osten heute stabil bis leicht steigend, wobei ein Anstieg von zwei bis drei Cent pro Liter möglich erscheint. Ursache dafür sind weiterhin gestörte Öltransporte und anhaltende Unsicherheiten auf dem Ölmarkt.

Marktbericht vom 09.04.2026

Heizöl-Markt aktuell: Lage im Nahen Osten und am Ölmarkt bleibt fragil - Heizölpreise kaum verändert

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 09.04.2026, 08:08 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise starten nach dem gestrigen Rückgang aufgrund der nach wie vor sehr fragilen Lage im Nahen Osten heute stabil bis leicht steigend, wobei ein Anstieg von zwei bis drei Cent pro Liter möglich erscheint. Ursache dafür sind weiterhin gestörte Öltransporte und anhaltende Unsicherheiten auf dem Ölmarkt.

Öltanker bleiben vorerst vor Anker - Heizölpreise starten mit Aufschlägen

Auch wenn die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten aufgrund der Waffenruhe im Nahen Osten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch teils deutlich nachgeben haben, kommt dies (noch) nicht bei den Endverbrauchern an. Die Heizölpreise sind zwar ebenfalls etwas gefallen, starten aber heute schon wieder stabil bis leicht höher.


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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 97 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1312 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1660 Dollar gehandelt. 

Die gestern an dieser Stelle vermeldete Waffenruhe im Nahen Osten steht, wie es zu erwarten war, auf sehr wackeligen Beinen. Israel hat die Angriffe auf Ziele im Libanon zur Bekämpfung der vom Iran unterstützten Hisbollah sogar intensiviert, während die Golf-Anrainerstaaten weitere Drohnenangriffe des Iran vermeldet haben. Dabei soll auch die wichtige saudische Ost-West-Pipeline ins Visier genommen und dabei eine Pumpstation getroffen worden sein.
Beim Schiffsverkehr durch die Meerenge von Hormus hat sich bislang so gut wie nichts getan. Reedereien und Tankerbetreiber warten auf verlässliche Details, die es derzeit noch nicht gibt. Am Freitag sollen die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen. 
Selbst wenn es hier einen baldigen Durchbruch gäbe, würde es noch Wochen und Monate dauern, bis die Versorgungsströme am Ölmarkt wieder in Fluss kommen und sich die Ölpreise nachhaltig reduzieren. Schon jetzt sprechen nicht wenige Marktbeobachter von der größten Störung des Ölmarktes aller Zeiten.
Auch heute der Vollständigkeit halber ein kurzer Blick auf die Bestandsentwicklung in den USA. Nach den neuesten Zahlen des Department of Energy (DOE) sind die Vorräte in Summe leicht angestiegen. Die Gesamtnachfrage hat sich leicht um 0,3 auf 20,6 Millionen Barrel pro Tag reduziert, die Ölförderung ist dabei nur minimal auf knapp 13,6 Millionen Fass täglich zurückgegangen.

Auch am Devisenmarkt ist die Unsicherheit wieder zurückgekehrt, was tendenziell wieder Dollar-Käufe forciert. Entsprechend musst der Euro im Vergleich zur US-Währung wieder leichte Verluste hinnehmen.

Der bislang zu beobachtende Rückgang der Heizölpreise dürfte für viele Verbraucher enttäuschend ausgefallen sein, was absolut verständlich ist. Aber solange die Tankertransporte nicht wieder ins Rollen kommen, sind die großen Ölgesellschaften nicht gewillt, die noch verfügbaren Bestände preislich zu reduzieren. Statt einer weiter erhofften Verbilligung ist heute sogar wieder mit anziehenden Notierungen zu rechnen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten.

Heizöl-Marktdaten

09.04.26, 09:40 Uhr
 
09.04.: 144,09 €
08.04.: 141,15 €
09.04.26, 09:40 Uhr
 
09.04.: 1.312,50 $
08.04.: 1.276,75 $
09.04.26, 09:40 Uhr
 
09.04.: 97,76 $
08.04.: 96,85 $
09.04.26, 09:40 Uhr
 
09.04.: 0,8576 €
08.04.: 0,8573 €

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