Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute aufgrund gescheiterter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nur leicht um etwa zwei bis drei Cent pro Liter, da ein Börsenkontraktwechsel kurzfristig entlastet. Es wird jedoch erwartet, dass die Preise in den kommenden Tagen weiter ansteigen könnten, da die Blockade der Straße von Hormus die Ölversorgung belastet.
Marktbericht vom 13.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute aufgrund gescheiterter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nur leicht um etwa zwei bis drei Cent pro Liter, da ein Börsenkontraktwechsel kurzfristig entlastet. Es wird jedoch erwartet, dass die Preise in den kommenden Tagen weiter ansteigen könnten, da die Blockade der Straße von Hormus die Ölversorgung belastet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich heute Morgen wieder verteuert, nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gescheitert sind. Der Frontmonatswechsel bei Gasöl sorgt heute aber dafür, dass die Heizöl-Notierungen nur leicht höher in den Handel starten.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 102 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1250 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,1690 Dollar gehandelt.
Wie es zu befürchten war, waren die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nicht erfolgreich und wurden gestern abgebrochen. Eine Wiederaufnahme ist vorerst nicht geplant und so ist auch zu befürchten, dass die eigentlich noch geltende Waffenruhe bald gebrochen und der Krieg fortgesetzt wird.
In Reaktion auf das Scheitern der Gespräche hat US-Präsident Trump angekündigt, die Straße von Hormus nun selbst blockieren und alle iranischen Häfen sperren zu wollen, um so die Mautpläne des Mullah-Regimes zu durchkreuzen und zudem keine iranischen Ölexporte über diesen Weg mehr zuzulassen. Was das für den Ölmarkt bedeutet, kann sich jedermann vorstellen. Selbst Trump rechnet mittlerweile damit, dass die Ölpreise über Monate hinweg hoch bleiben werden.
Außerdem steht zu befürchten, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und China dadurch wieder verschlechtern könnte, da die iranischen Schiffe zuletzt vor allem chinesische Häfen angesteuert haben.
Fakt ist, dass mit jedem weiteren Tag der Blockade der Meerenge von Hormus unter anderem die Öl- und Gasknappheit zunimmt und in immer mehr Region der Welt nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung davon betroffen sein wird, sondern sich dies auch auf das tägliche Leben der Menschen und deren Mobilität auswirkt. Sollte es weiterhin keine Lösung für dieses Problem geben, dürften sicherlich auch in Europa bald erste Sparmaßnahmen eingeführt bzw. verordnet werden.
Am Devisenmarkt muss der Euro heute Morgen die noch am Freitag im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar erzielten Gewinne wieder abgeben. Wie auch schon in der Vergangenheit ist die US-Währung in sich verschärfenden Krisen als "sicherer Hafen" weiterhin gesucht.
Die Heizölpreise starten heute trotzdem nur mit relativ moderaten Aufschlägen in die neue Handelswoche, weil ein Wechsel des aktuellen Börsenkontrakts hier vorübergehend etwas Entlastung bringt. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Es ist leider zu befürchten, dass sich die Notierungen auch in den nächsten Tagen weiter verteuern werden.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern aufgrund der weiterhin ungewissen Versorgungslage wieder angestiegen und haben dabei auch die Heizöl-Notierungen mit nach oben gezogen. Heute sind weitere Aufschläge zu erwarten.
Auch wenn die Ölpreise aufgrund der Waffenruhe im Nahen Osten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch teils deutlich nachgeben haben, kommt dies (noch) nicht bei den Endverbrauchern an. Die Heizölpreise starten heute wieder leicht höher.