Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern aufgrund der unsicheren Versorgungslage im Nahen Osten gestiegen und es wird heute ein weiterer Anstieg von etwa zwei bis drei Cent pro Liter erwartet. Hauptgrund für die Preisentwicklung ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, die die Ölversorgung einschränkt.
Marktbericht vom 10.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern aufgrund der unsicheren Versorgungslage im Nahen Osten gestiegen und es wird heute ein weiterer Anstieg von etwa zwei bis drei Cent pro Liter erwartet. Hauptgrund für die Preisentwicklung ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, die die Ölversorgung einschränkt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern aufgrund der weiterhin ungewissen Versorgungslage wieder angestiegen und haben dabei auch die Heizöl-Notierungen mit nach oben gezogen. Heute sind weitere Aufschläge zu erwarten.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 96,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1370 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1690 Dollar gehandelt.
Weiterhin ist die Hauptversorgungsader des internationalen Ölhandels faktisch blockiert und es ist nach wie vor unklar, wann die Schifffahrt durch die Meerenge von Hormus wieder vollumfänglich aufgenommen werden kann.
Bislang gibt es nur weitere Vorwürfe und auch Angriffe der Kriegsparteien, die sich negativ auf die Friedensverhandlungen auswirken, die heute in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen. Ob es hier zu einer Einigung kommen kann ist höchst ungewiss, zumal der Iran nach Medienberichten weiterhin auf eine Uran-Anreicherung besteht. Auch die Mautpläne bzw. Transitgebühren des iranischen Regimes bezüglich der Straße von Hormus stoßen auf wenig Gegenliebe.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist dabei auch der Krieg Israels gegen den Libanon. Nach der vereinbarten Waffenruhe gab es neue massive Angriffe unter anderem auf Beirut, was auch ein Grund dafür ist, warum der Iran die Hormus-Blockade bisher nicht aufgegeben hat.
Nun soll es aber wohl Bestrebungen zu direkten Gesprächen seitens des israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu geben, die in der kommenden Woche beginnen sollen. Auch hier ist Skepsis bezüglich der Erfolgsaussichten angebracht, nachdem sich beide Länder seit 1948 im Kriegszustand befinden.
Aus Saudi-Arabien wurde gestern vermeldet, dass durch die iranischen Angriffe rund ein Zehntel der Produktionskapazitäten beschädigt wurden und auch der Durchfluss der wichtigen Ost-West-Pipeline aktuell um 700.000 Barrel pro Tag reduziert ist.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im gestrigen Handelsverlauf, trotz der weiter bestehenden großen Unsicherheit im Nahen Osten, wieder Gewinne erzielen und über die 1,17-Dollar-Marke klettern, die heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber schon wieder nach unten durchbrochen wurde.
Die Heizölpreise hierzulande starten leider heute mit weitern Aufschlägen, nachdem es bereits gestern wieder nach oben gegangen ist. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Solange die Straße von Hormus blockiert ist, wird sich an den hohen Kraftstoff- und Heizöl-Notierungen wohl wenig ändern. Die Nachfrage ist wieder auf ein sehr niedriges Niveau zurückgegangen.
Auch wenn die Ölpreise aufgrund der Waffenruhe im Nahen Osten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch teils deutlich nachgeben haben, kommt dies (noch) nicht bei den Endverbrauchern an. Die Heizölpreise starten heute wieder leicht höher.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind in den letzten Stunden massivst unter Druck geraten, nachdem eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten vermeldet worden ist. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen rasant nach unten.