Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern gesunken und könnten heute um bis zu zwei Cent pro Liter weiter fallen, da die Ölpreise trotz der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus überraschend niedrig bleiben. Grund dafür ist die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen USA und Iran.
Marktbericht vom 21.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind gestern gesunken und könnten heute um bis zu zwei Cent pro Liter weiter fallen, da die Ölpreise trotz der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus überraschend niedrig bleiben. Grund dafür ist die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen USA und Iran.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach der ersten Reaktion auf die erneute Sperrung der Straße von Hormus schnell wieder ins Minus gedreht und auch heute morgen geht es bislang weiter nach unten. In Folge könnte es bei den Heizöl-Notierungen hierzulande zusätzliche Abschläge geben.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 94,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.069 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1780 Dollar gehandelt.
Der Verlauf der Ölpreise in den letzten 24 Stunden ist angesichts der Nachrichtenlage zum Iran-Krieg durchaus überraschend.
Denn nach aktuellem Stand ist zwar die USA bereit, neue Verhandlungen mit dem Iran unter der Vermittlung von Pakistan in Islamabad zu führen, bislang steht aber eine Zusage seitens des Iran noch aus. Aus Teheran war zuletzt eher eine ablehnende Haltung zu vernehmen, da die USA die Sperrung der Straße von Hormus und iranischer Häfen erst aufgeben will, wenn der Iran einem "Deal" zugestimmt hat.
Der Druck auf die Parteien wird dabei immer größer, denn bereits morgen früh läuft die vor 14 Tagen vereinbarte Waffenruhe ab und sollte es nicht bald zu einer Übereinstimmung kommen, dürften die Kampfhandlungen wohl fortgesetzt werden.
Für den Ölmarkt bleibt die Meerenge von Hormus nun bereits die siebte Woche gesperrt und entsprechend wird die Versorgungslage global gesehen immer prekärer.
Umso überraschender ist, dass die Rohölpreise immer noch deutlich unter 100 Dollar pro Fass liegen und auch bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl, aktuell wieder ein eher moderates Niveau erreicht ist. Anscheinend rechnen die Marktteilnehmer doch noch mit einer diplomatischen Lösung in letzter Minute.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar fast parallel zum Rückgang der Ölpreise gestern leichte Gewinne erzielen. Auch hier überwiegt anscheinend der Optimismus im Bezug auf weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute mit weiteren leichten Abschlägen in den Handel, nachdem die Richtung bereits gestern erfreulicherweise gedreht hat und die Notierungen auf das niedrigste Niveau seit rund sieben Wochen, also seit Kriegsbeginn, gefallen sind. Heute könnte es aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu zwei Cent pro Liter geben, wobei diese Prognose natürlich auf sehr wackeligen Beinen steht. Schon in den nächsten Stunden dürfte sich entscheiden, in welche Richtung es weitergehen wird.
Die Ölpreise sind nach dem zwischenzeitlichen Kursrutsch vom Freitag heute mit deutlichen Aufschlägen in den asiatisch geprägten Handel gestartet. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben.
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt. Bei Rohöl gab es leichte bis moderate Aufschläge, bei Gasöl keine neue Richtung. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche.