Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute mit Aufschlägen, da die internationalen Ölpreise gestern deutlich gestiegen sind. Es wird ein nach ersten Tendenzen ein Plus von zwei bis vier Cent pro Liter erwartet, vor allem wegen der unklaren Lage im Iran-Konflikt und der weiterhin blockierten Straße von Hormus.
Marktbericht vom 22.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute mit Aufschlägen, da die internationalen Ölpreise gestern deutlich gestiegen sind. Es wird ein nach ersten Tendenzen ein Plus von zwei bis vier Cent pro Liter erwartet, vor allem wegen der unklaren Lage im Iran-Konflikt und der weiterhin blockierten Straße von Hormus.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel deutlich angezogen und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Heute Morgen gibt es aber die Meldung, dass der Waffenstillstand im Iran-Krieg auf unbestimmte Zeit verlängert wurde. In Folge geht es heute Morgen bislang wieder etwas nach unten.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 98 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.150 Dollar. Der Euro fällt sich im Vergleich zum Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1750 Dollar gehandelt.
Die gestern noch von den meisten Marktteilnehmern erhoffen neuen Friedensverhandlungen finden vorerst wohl nicht statt. Der Iran hat eine Teilnahme abgesagt.
Heute Morgen wurde nun von US-Präsident Trump eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit verkündet, wobei die Blockade der iranischen Häfen weiter Bestand haben soll.
Dies wurde angeblich auf Anfrage des Vermittlers Pakistan gewährt und soll solange gelten, bis von den iranischen Machthabern ein Vorschlag zu einem Friedensabkommen vorliegt.
Aus dem Iran kam bislang keine offizielle Reaktion, ein Nachrichtensender vermeldet nur, dass Teheran nicht um eine Verlängerung der Waffenruhe gebeten hätte.
Somit bleibt auch die Straße von Hormus weiter auf unbestimmte Zeit gesperrt, was sich durchaus auch bald wieder entsprechend auf die Rohölpreise auswirken dürfte. Bislang tun sich die Händler aber wohl noch schwer, die neue Situation zu bewerten und warten auf ein Statement aus Teheran.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen zudem eindeutig preistreibend aus. Über alle Produktbereiche wurde Abbauten in einer Größenordnung von fünf Millionen Barrel vermeldet. Heute Nachmittag werden die wesentlich umfang- und auch einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern Verluste hinnehmen. Zum einen drückte die schwindende Hoffnung auf weitere Verhandlungen im Iran-Krieg auf unsere Gemeinschaftswährung, zum anderen ein sehr schwacher ZEW-Konjunkturerwartungsindex, der eu-weit von minus 8,5 auf minus 20,4 Punkte gefallen ist. Erwartet wurde ein Wert von minus 10,3 Punkten.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute mit Aufschlägen in den Handel, was noch dem kräftigen Anstieg der internationalen Ölpreise im gestrigen späten US-Handel geschuldet ist. Die Prognose zum weiteren Verlauf gleicht nach wie vor einem Lotteriespiel. Sollte es aber nicht bald zu neuen Gesprächen kommen und es keine Aussicht auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus geben, kann die Richtung wohl nur nach oben sein.
Die Ölpreise haben gestern nach der ersten Reaktion auf die erneute Sperrung der Straße von Hormus schnell wieder ins Minus gedreht und auch heute morgen geht es bislang nach unten. In Folge könnte es bei den Heizöl-Notierungen weitere Abschläge geben.
Die Ölpreise sind nach dem zwischenzeitlichen Kursrutsch vom Freitag heute mit deutlichen Aufschlägen in den asiatisch geprägten Handel gestartet. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben.