Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben heute zum Auftakt weitgehend stabil, nachdem sie gestern nach anfänglichen Aufschlägen wieder leicht gefallen sind. Es wird ein seitlicher Verlauf mit möglichen Schwankungen von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet. Die Nachfrage bleibt gering und Unsicherheiten wegen der weiterhin gesperrten Straße von Hormus hoch.
Marktbericht vom 29.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise bleiben heute zum Auftakt weitgehend stabil, nachdem sie gestern nach anfänglichen Aufschlägen wieder leicht gefallen sind. Es wird ein seitlicher Verlauf mit möglichen Schwankungen von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet. Die Nachfrage bleibt gering und Unsicherheiten wegen der weiterhin gesperrten Straße von Hormus hoch.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern relativ uneinheitlich entwickelt. Erneut gab es bei Rohöl Aufschläge, während die Gasöl-Futures nur wenig verändert aus dem Handel gegangen sind. In logischer Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen heute in der Eröffnung weitgehend stabil.
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 111,70 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.250 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,17 Dollar gehandelt.
Während es zum Thema Iran-Krieg gestern kaum Neuigkeiten gegeben hat und die Straße von Hormus weiter gesperrt bleibt, sorgte der überraschende Austritt der Vereinten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC zumindest kurzzeitig für Wirbel und auch für stärkere Preisbewegungen. Bereits seit Jahren fordert Abu Dhabi höhere Förderquoten für die eigene Ölindustrie und die bisher gefundenen Kompromisse und Zugeständnisse seitens des Kartells haben nun wohl nicht mehr ausgereicht.
Kurzfristig wird sich dies aber kaum auf die Rohölpreise auswirken, längerfristig dürfte eine steigende Ölproduktion eines der wichtigsten Förderländer der Welt aber sicherlich für Preisdruck sorgen.
Für etwas Entspannung, zumindest auf der Produktseite, sorgte gestern auch die Meldung, dass wohl mindestens zwei chinesische Unternehmen Exportgenehmigungen für Diesel und Benzin beantragt haben, nachdem die Regierung in Peking seit der Sperrung der Straße von Hormus ein Exportverbot verhängt hatte. Dies deutet darauf hin, dass die Versorgungslage zumindest in China noch oder wieder gut ist.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen aber eher bullish, also preistreibend aus. Bei Rohöl und Destillaten fielen die Rückgänge zwar moderat, aber doch deutlich stärker als erwartet aus, bei Benzin gab es hingegen ein massives Minus von über acht Millionen Fass.
Am Devisenmarkt blieb der Handel im Vorfeld der anstehenden Zinssitzungen der US-Notenbank am heutigen Mittwoch und der Europäischen Zentralbank morgen Donnerstag ruhig und die Kursbewegungen zwischen dem US-Dollar und dem Euro gering. Auch wenn keine Leitzinsänderungen zu erwarten sind, erhoffen sich die Händler neue Hinweise, wann und in welchem Ausmaß diese kommen werden.
Die Heizölpreise haben gestern nach anfänglichen Aufschlägen gestern im Laufe des Handels erfreulicherweise ins Minus gedreht. Heute sollten die Bewegungen zumindest im frühen Handel gering bleiben und so der Seitwärtstrend der letzten Tage vorerst seinen Fortgang finden. Das Bestellaufkommen war im bisherigen April und auch schon im März sehr gering, was dem Handel langsam Sorgenfalten auf die Stirn treibt, da es bei weiterer Kaufzurückhaltung im Sommer und Herbst durchaus Kapazitätsproblem bei der Ausfuhr geben könnte.
Die Ölpreise bleiben in Abwartehaltung, haben sich gestern dabei aber uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl eher teurer geworden ist, haben sich die Gasölpreise weitgehend stabil gezeigt. In Folge starten die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert.
Die Ölpreise starten leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem sich weiterhin keine neuen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran abzeichnen. In Folge steigen die Heizöl-Notierungen ebenfalls an.