Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute massiv an. Es wird ein Anstieg von etwa fünf Cent pro Liter erwartet, bedingt durch stark gestiegene Rohöl- und Gasölpreise aufgrund einer schwindenden Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten und gesunkener US-Ölvorräte.
Marktbericht vom 30.04.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute massiv an. Es wird ein Anstieg von etwa fünf Cent pro Liter erwartet, bedingt durch stark gestiegene Rohöl- und Gasölpreise aufgrund einer schwindenden Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten und gesunkener US-Ölvorräte.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Tages massiv angestiegen und machen heute Morgen in Asien nochmals einen gewaltigen Sprung nach oben. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen kräftig an!
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Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 124 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.360 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1660 Dollar gehandelt.
Die zuletzt schwindenden Aussichten auf weitere Verhandlungen und somit eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg und neue, massive Drohungen von US-Präsident Trump in Richtung Teheran haben, in Verbindung mit deutlich gefallenen US-Ölbeständen, die Rohölpreise gestern weiter auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn nach oben getrieben.
Die Brent-Futures verteuerten sich allein im gestrigen Handelsverlauf um mehr als 10 Dollar pro Fass. Seit knapp zwei Wochen sind die aktuellen Juni-Kontrakte um über 30 Prozent angestiegen.
Der gestern vom Department of Energy (DOE) vermeldete Rückgang der US-Ölvorräte fiel zudem deutlich stärker aus als das tags zuvor vom American Petroleum Institute (API) ermittelte Minus. Dadurch mehren sich die Sorgen, dass die seit Wochen andauernde Sperrung der Straße von Hormus sich nun auch langsam auf die Verfügbarkeit von Öl und Ölprodukten auswirken könnte.
Gleichzeitig ist die Gesamtnachfrage in den Staaten deutlich um gut 1,4 auf 21,1 Millionen Barrel pro Tag angestiegen, während die Ölproduktion weiter stagniert.
Derzeit deutet einiges darauf hin, dass es bald wieder zu US-Militäraktionen kommen und der Waffenstillstand somit gebrochen werden könnte. Auch aus dem Iran kommen neue Drohungen.
Am kommenden Sonntag trifft sich die OPEC+ turnusmäßig und wird dabei wohl formal eine weitere Förderanhebung um knapp 0,2 Millionen Barrel pro Tag beschließen. Angesichts der weiterhin nicht gegeben Möglichkeit, dies auch tatsächlich in die Praxis umzusetzen, hat dies aktuell aber keinerlei Bedeutung für die Entwicklung der Ölpreise.
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern leichte Verluste hinnehmen, nachdem die US-Notenbank den Leitzins unverändert belassen hat. Heute Morgen belastet zweifelsohne der Anstieg der Ölpreise, sodass unsere Gemeinschaftswährung auf den niedrigsten Stand der letzten drei Wochen zurückgefallen ist.
Die Heizölpreise springen mit diesen Vorgaben heute leider deutlich nach oben, nachdem die Notierungen bereits seit gut einer Woche schrittweise angestiegen sind. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, dürften sich die Aufschläge in einer Größenordnung von rund fünf Cent pro Liter bewegen. Die Ölheizer befinden sich derweil weiter im Käuferstreik, so dass der zu Ende gehende Monat April einer der abatzschwächsten der letzten Jahre sein dürfte.
Die Ölpreise haben sich auch gestern relativ uneinheitlich entwickelt. Erneut gab es bei Rohöl Aufschläge, während die Gasöl-Futures nur wenig verändert aus dem Handel gegangen sind. In logischer Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil
Die Ölpreise bleiben in Abwartehaltung, haben sich gestern dabei aber uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl eher teurer geworden ist, haben sich die Gasölpreise weitgehend stabil gezeigt. In Folge starten die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert.