Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute aufgrund neuer Angriffe im Iran-Konflikt voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter. Grund dafür ist die erhöhte Unsicherheit am Ölmarkt, während ab der zweiten Jahreshälfte mit steigender Nachfrage und längeren Lieferzeiten gerechnet wird.
Marktbericht vom 28.05.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute aufgrund neuer Angriffe im Iran-Konflikt voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter. Grund dafür ist die erhöhte Unsicherheit am Ölmarkt, während ab der zweiten Jahreshälfte mit steigender Nachfrage und längeren Lieferzeiten gerechnet wird.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf weiter nachgegeben, starten heute Morgen aber mit deutlichen Aufschlägen, nachdem es im Iran-Krieg in der Nacht wohl neue gegenseitige Angriffe gegeben hat. Bei den Heizöl-Notierungen kommt es heute in der Eröffnung in Folge zu leichten bis moderaten Aufschlägen.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 97,80 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.057 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1590 Dollar gehandelt.
Am Ölmarkt wurde auch gestern wieder die "Friedenskarte" gespielt und die Rohölpreise entsprechend nach unten gehandelt. Auch bei Gasöl waren wieder schöne Abschläge zu beobachten und hier wurde sogar der tiefste Stand seit Anfang März erreicht.
Mehr als Spekulationen zu einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran gibt es bislang aber noch nicht. Eine Meldung im iranischen Staatsfernsehen, wonach Teheran bereits ein entsprechender Entwurf vorliegen soll, wurde von US-Seite umgehend dementiert und so warten die Marktteilnehmer weiter auf neue Nachrichten und dem lange ersehnten Durchbruch, der natürlich auch eine Wiederöffnung der Straße von Hormus beinhalten muss.
Diese bleiben bislang aber aus und stattdessen hat es wohl neue, nach US-Darstellung "defensive" Luftangriffe auf einen iranischen Stützpunkt gegeben. Der Iran reagierte mit einem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes und Ziele in Kuwait.
Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen gemischt aus. Wie erwartet gab es moderate Abbauten bei Rohöl und Benzin, bei den Destillaten wurde aber ein überraschender leichter Zuwachs vermeldet. Heute Nachmittag werden die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.
Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Bewegung im Wechselkurs zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Heute Morgen muss unsere Gemeinschaftswährung allerdings Verluste hinnehmen, was mit den neuen Ereignissen im Iran-Konflikt in Zusammenhang zu bringen ist.
Die Heizölpreise hierzulande haben angesichts der Tragweite des Iran-Krieges mittlerweile wieder ein durchaus annehmbares Niveau erreicht, das zumindest für eine Bestandsaufstockung genutzt werden sollte. Dies vor dem Hintergrund, dass ab der zweiten Jahreshälfte mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage und damit verbunden mit langen Lieferzeiten und in Folge auch höheren Preisen zu rechnen ist. Heute starten die Notierungen mit leichten Aufschlägen, die sich in einer Größenordnung von rund einem bis zwei Cent pro Liter bewegen.
Die Ölpreise konnten sich gestern zwischenzeitlich von den Verlusten des Vortages erholen, vor allem die Gasöl-Futures gingen aber im späten Handel erneut in die Knie. In Folge bleiben die Heizöl-Notierungen auf dem niedrigsten Stand seit Anfang März.
Die Ölpreise sind gestern an den internationalen Märkten deutlich zurückgefallen, ziehen heute Morgen aber wieder leicht an. Bei den Heizöl-Notierungen ist mittlerweile ein attraktives Niveau erreicht, das eine hervorragende Kaufchance bietet.