Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute überwiegend stabil bis leicht fallend, mit möglichen Abschlägen von bis zu einem Cent pro Liter. Grund dafür sind trotz einer erwarteten Unterversorgung am Ölmarkt und sinkender US-Ölbestände vor allem die niedrige Nachfrage und die unsichere Lage im Nahen Osten.
Marktbericht vom 10.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute überwiegend stabil bis leicht fallend, mit möglichen Abschlägen von bis zu einem Cent pro Liter. Grund dafür sind trotz einer erwarteten Unterversorgung am Ölmarkt und sinkender US-Ölbestände vor allem die niedrige Nachfrage und die unsichere Lage im Nahen Osten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern unterm Strich leicht an Wert verloren und starten auch heute Morgen eher mit schwacher Tendenz. In Folge gehen die Heizöl-Notierungen stabil, bestenfalls mit weiteren Abschlägen in den Handel.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.026 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1555 Dollar gehandelt.
Obwohl die seit Wochen geltenden Waffenruhe im Iran-Konflikt und auch zwischen Israel und dem Libanon immer wieder gebrochen wird, es heute wieder einen neuen US-Vergeltungsangriff auf iranische Ziele gegeben hat und es weiter kein Abkommen gibt, das eine baldige Öffnung der Meerenge von Hormus bewirken könnte, haben die Rohölpreise gestern weitere leichte Verluste hinnehmen müssen.
Dies erstaunt umso mehr, als dass sich die von vielen Analysten prophezeite Verknappung des physischen Ölangebotes mittlerweile auch in den wöchentlich vermeldeten US-Ölbeständen niederschlägt.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten Zahlen des American Petroleum Institute (API) brachten bei Rohöl einen wesentlich stärker als erwarteten Rückgang von über 9 Millionen Barrel hervor, während es bei den Produkten keine großen Veränderungen bzw. Abbauten gab. Werden die Daten heute am Nachmittag vom Department of Energy (DOE) bestätigt, wäre das der siebte Rückgang in Folge.
Auch der gestern veröffentlichte Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) fiel eher bullish, also preistreibend aus. Im Vergleich zum letzten Report erwartet man aktuell eine deutlich stärkere Unterversorgung von 3,9 Millionen Barrel pro Tag. Vor rund einem Monat wurde lediglich ein Delta von 1,3 Millionen Fass täglich prognostiziert. Für 2027 rechnet man zwar mit einer schnellen Erholung des Angebotes, dies muss angesichts der aktuellen Situation am Persischen Golf aber wohl eher als Spekulation gewertet werden.
Auch am Devisenmarkt wird man wohl langsam etwas resistenter gegen die Nachrichten aus dem Nahen Osten. Nachdem der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern kaum verändert aus dem Handel gegangen ist, kann unsere Gemeinschaftswährung heute morgen leichte Gewinne verbuchen.
Die Heizölpreise starten mit diesen Vorgaben heute weitgehend stabil, regional auch mit leichten Abschlägen. Diese werden sich in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter bewegen. Weiterhin liegt die Nachfrage auf einem äußerst niedrigen Niveau, was befürchten lässt, dass es spätestens ab August zu massiven Lieferengpässen kommen wird. Wir raten daher aktuell zumindest den Kauf einer Teilmenge auf dem derzeit deutlich reduzierten Niveau an.
Die Ölpreise haben gestern nach anfänglichen deutlichen Aufschlägen schnell wieder ins Minus gedreht und sind auf Tagestief aus dem Handel gegangen. In Folge fallen die Heizöl-Notierungen ebenfalls wieder deutlich zurück.
Die Ölpreise starten heute leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem es wieder massive Angriffe zwischen Israel und dem Iran gegeben hat. Entsprechend geht es auch Heizöl-Notierungen nach oben.