Marktbericht vom 11.06.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 11.06.2026, 08:44 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und die dadurch gestörte Ölversorgung. Aufgrund dieser Unsicherheiten wird mit weiterhin hohen Preisen und möglichen Lieferengpässen im Spätsommer oder Herbst gerechnet.

Marktbericht vom 11.06.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise steigen nach neuen Angriffen - Heizölpreise ziehen an!

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 11.06.2026, 08:44 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und die dadurch gestörte Ölversorgung. Aufgrund dieser Unsicherheiten wird mit weiterhin hohen Preisen und möglichen Lieferengpässen im Spätsommer oder Herbst gerechnet.

Ölpreise ziehen nach neuen Angriffen wieder an - Heizölpreise steigen

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in den letzten Stunden wieder deutlich angezogen, nachdem es im Nahen Osten weiter gegenseitige Angriffe gibt und ein Frieden nach wie vor nicht in Sicht ist. In Folge starten die Heizöl-Notierungen in den heutigen Handelstag.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 94 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.067 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum Dollar wenig verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1545 Dollar gehandelt. 

Statt dem von US-Präsident Trump bereits wiederholt in Aussicht gestellten Abkommen gibt es im Iran-Konflikt in den letzten Tagen immer wieder neue Angriffe, was natürlich nicht unbedingt erwarten lässt, dass es bald zu einem Frieden in der Region und auch wieder zu einer vollständigen Öffnung der Straße von Hormus kommen könnte. 
Im Gegenteil, die iranische Militärführung hat diese heute Morgen für komplett gesperrt erklärt, was vom US-Militär aber prompt dementiert wurde. Zuletzt nahm die Durchfahrt von Handelsschiffen und Öltankern deutlich zu.
Trotzdem bleibt die internationale Ölversorgung massiv gestört und die Reserven schmelzen dahin. Mit ein entscheidender Faktor dürfte sein, wie lange China mit seinen Vorräten durchkommt. Exakte Zahlen gibt es zu diesen leider nicht, aber laut Expertenschätzungen wurde bereits im Mai begonnen, rund eine Millionen Barrel pro Tag aus eigenen Sicherheitsbeständen zu entnehmen.
Auch im kürzlich vermeldeten EIA-Monatsbericht wurde die Prognose der tägliche Unterversorgung auf 3,9 Millionen Barrel erhöht und somit im Vergleich zum Mai-Report verdreifacht.
Die aktuellen US-Bestandsdaten vom Department of Energy (DOE) bestätigten gestern in Großen und Ganzen die tags zuvor vom American Petroleum Institute (API) veröffentlichten Zahlen. Bei Rohöl gab es ein Minus von 7,2 Millionen Fass, bei den Beständen keine größeren Veränderungen. Leicht gestiegen ist die Nachfrage, aber auch die Ölförderung.
Insgesamt bleibt der Einfluss der Zahlen auf die Rohölpreise derzeit aber weiterhin eher gering.

Am Devisenmarkt haben neue Inflationsdaten aus den USA kaum eine spürbare Reaktion hervorgerufen. Wie erwartet sind die Verbraucherpreise per Mai um 4,2 Prozent angestiegen. Trotzdem rechnen die meisten Händler bis auf Weiteres mit keinen Änderung der stabilen Zinspolitik.

Die Heizölpreise hierzulande bleiben weiter im Auf und Ab, wobei die Schwankungsbreite in den letzten Tagen und Wochen deutlich abgenommen hat. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sind heute Aufschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter zu erwarten. Der Großteil der Ölheizer hofft weiter auf fallende Notierungen, die aber aus heutiger Sicht so schnell nicht kommen werden. Sehr viel wahrscheinlicher sind extrem lange Lieferzeiten und auch Versorgungsengpässe, spätestens im Herbst, womöglich aber bereis im Spätsommer!

Heizöl-Marktdaten

11.06.26, 10:50 Uhr
 
11.06.: 122,67 €
10.06.: 121,63 €
11.06.26, 10:50 Uhr
 
11.06.: 1.037,00 $
10.06.: 1.052,50 $
11.06.26, 10:50 Uhr
 
11.06.: 92,14 $
10.06.: 95,00 $
11.06.26, 10:50 Uhr
 
11.06.: 0,8669 €
10.06.: 0,8670 €

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