Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute hierzulande leicht höher mit einem erwarteten Anstieg von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter, da die Gasöl-Futures durch ein russisches Exportverbot für Diesel gestiegen sind, während die Rohölpreise stabil bleiben. Die Entwicklung wird zudem von der Lockerung der US-Sanktionen gegen den Iran und der weiteren Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar beeinflusst.
Marktbericht vom 24.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute hierzulande leicht höher mit einem erwarteten Anstieg von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter, da die Gasöl-Futures durch ein russisches Exportverbot für Diesel gestiegen sind, während die Rohölpreise stabil bleiben. Die Entwicklung wird zudem von der Lockerung der US-Sanktionen gegen den Iran und der weiteren Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar beeinflusst.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während die Rohölpreise weiter leicht unter Druck geblieben sind, tendierten die Gasöl-Futures deutlich nach oben. Entsprechend starten auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Aufschlägen.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 883 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum Dollar weiteren Boden und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1370 Dollar gehandelt.
Während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter im Gange sind und es von dieser Seite bislang eher positive Signale gegeben hat, beruhigt sich auch die Lage am Ölmarkt immer mehr und die Volatilität der Rohölpreise nimmt zusehends ab.
Allerdings gibt es weiterhin sehr widersprüchliche Aussagen zu sehr wichtigen Themen, etwa was die Straße von Hormus anbetrifft. Während der Iran und der Oman bei den im Raum stehenden Transitgebühren hier wohl gemeinsame Sache machen möchten, erklärte US-Außenminister Rubio, dass dies gegen internationales Recht verstoße. Außerdem dürfte das wohl wichtigste Thema, nämlich der Atomstreit, weiterhin eine große Herausforderungen in den Konsultationen bleiben.
Die Lockerung der US-Sanktionen gegen den Iran und der damit einhergehenden Steigerung der Ölexporte sowie der wohl wieder zunehmende Verkehr durch die Straße von Hormus lassen die Ölhändler bezüglich der globalen Versorgungslage zuversichtlich bleiben, zumindest bei Rohöl. Die Meldung über ein vollständiges russisches Exportverbot von Diesel hat gestern aber die Gasöl-Futures nach oben getrieben.
Bei der Entwicklung der US-Ölbestände scheint sich eine Stabilisierung anzubahnen. Das American Petroleum Institute (API) vermeldete gestern nur einen leichten Rückgang bei Rohöl und sogar Zuwächse bei den Produkten. Heute am Nachmittag werden die Vergleichszahlen des Department of Energy (DOE) erwartet.
Am Devisenmarkt fällt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar immer weiter zurück. Die Aussicht, dass es in den USA bald zu einer Zinsanhebung kommen könnte, die Europäische Zentralbank in nächster Zeit aber eher einen stabilen Kurs fahren will, lässt die Anleger entsprechend umschichten.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute weitgehend stabil bis leicht höher in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt haben die Notierungen einen Seitwärtskurs eingeschlagen. Die Ölheizer bleiben weiter an der Seitenlinie und beobachten dabei ein gefährliches Spiel. Jeder Liter der in den letzten Wochen und Monaten nicht ausgeliefert wurde, wird trotzdem im Winter gebraucht werden. Das Zeitfenster der Versorgung zieht sich dabei immer weiter zu!
Die Ölpreise aben sich gestern erneut uneinheitlich entwickelt. Bei Rohöl gab es weitere Abschläge, sodass hier bereits das Vorkriegsniveau erreicht ist. Bei Gasöl gab es eine Seitwärtsbewegung, die sich auch bei den Heizöl-Notierungen fortsetzt.
Die Ölpreise bleiben auf Talfahrt und haben mittlerweile schon fast wieder das Niveau vor Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten erreicht. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen immer attraktiver.