Marktbericht vom 16.07.2026
Heizöl-Preisrechner
Logo WhatsApp
FastEnergy-WhatsApp-Channel kostenlos abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!
Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 16.07.2026, 08:46 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise haben sich gestern stabilisiert und könnten heute im Tagesverlauf um bis zu zwei Cent pro Liter sinken. Die Versorgungslage bleibt durch geopolitische Konflikte und steigende Frachtraten aber angespannt.

Marktbericht vom 16.07.2026

Heizöl-Markt aktuell: Die Lage wird nicht besser - Heizölpreise mit geringem Abwärtspotenzial

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 16.07.2026, 08:46 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise haben sich gestern stabilisiert und könnten heute im Tagesverlauf um bis zu zwei Cent pro Liter sinken. Die Versorgungslage bleibt durch geopolitische Konflikte und steigende Frachtraten aber angespannt.

Ukraine nimmt russische Öltanker ins Visier - Öl- und Heizölpreise bleiben hoch

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zwar weiter stabilisiert und bis Handelsschluss waren leichte Abschläge zu beobachten, insgesamt gibt es aber weiterhin kaum größeres Abwärtspotenzial. Dies gilt leider auch für die Heizöl-Notierungen hierzulande.


Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!

Jetzt kostenlos abonnieren!

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 84,80 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.144 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar weiter leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1460 Dollar gehandelt. 

Am Ölmarkt bleibt die Lage äußerst unsicher und die Versorgung auf wackeligen Beinen. Dabei geht es nicht nur um den Krieg zwischen den USA und dem Iran, der den Schiffsverkehr durch die Meerenge von Hormus wieder nahezu zum Erliegen und die iranische Ölexporte erneut zum Stillstand gebracht hat. Auch die immer erfolgreicher werdende Gegenwehr der Ukraine im Krieg gegen Russland wirkt sich immer mehr auf die Rohölpreise und vor allem auf die Gasöl-Notierungen aus. 
Nachdem mittlerweile bereits gut ein Viertel der russischen Raffineriekapazitäten längerfristig außer Betrieb gesetzt werden konnte, wurden gestern zahlreiche Öl- und Gastanker im Asowschen Meer angegriffen. Ziel ist es, die Exporte über den Hafen von Novorossijsk lahmzulegen oder zumindest zu stören, von dem aus täglich rund eine Million Barrel Rohöl über den Seeweg exportiert werden. 
Sollte auch das gelingen, fehlen am Ölmarkt weitere bedeutende Mengen. Aber auch Russland nimmt auch immer wieder die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. Zusammengefasst dürfte das Ölangebot in den nächsten Wochen also nicht größer werden, sondern weiter zurückgehen.
In den USA sind die Bestände in der vergangenen Woche aber dennoch leicht angestiegen, was gestern dann auch zu einem leichten Preisrückgang geführt hat. Vor allem der Zuwachs von 4,6 Millionen Barrel bei den Destillaten wurde nicht erwartet und auch der Rückgang der Gesamtnachfrage wirkte bearish, also preisdrückend.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern gegenüber dem Dollar weiter leicht zulegen. Thema waren wieder die aktuellen Inflationsdaten aus den USA. Die Erzeugerpreise sind im Juni nur um 5,5 Prozent angestiegen und bestätigten somit den in dieser Woche ebenfalls schwächer als erwartet ausgefallenen Verbraucherpreisindex.

Die Heizölpreise haben sich gestern stabilisiert und könnten nach dem extremen Anstieg im bisherigen Wochenverlauf heute etwas nachgeben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Minus von bis zu zwei Cent als möglich erscheinen. Trotzdem bleibt die Lage kritisch. Selbst wenn die internationalen Ölpreise stabil bleiben sollten, steigen die Frachtraten hierzulande aufgrund der niedrigen Pegelstände permanent an. Bei einer sicherlich bald stark steigenden Nachfrage, werden die Logistikkapazitäten in allen Bereichen kaum ausreichen.

Heizöl-Marktdaten

16.07.26, 10:40 Uhr
 
16.07.: 132,27 €
15.07.: 132,73 €
16.07.26, 10:40 Uhr
 
16.07.: 1.145,75 $
15.07.: 1.145,75 $
16.07.26, 10:40 Uhr
 
16.07.: 84,51 $
15.07.: 84,75 $
16.07.26, 10:40 Uhr
 
16.07.: 0,8721 €
15.07.: 0,8724 €

Weitere Marktberichte

FastEnergy Heizöl
FastEnergy Heizöl
★★★★★ ★★★★★ gratis
Store Zur App