Marktbericht vom 06.08.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 06.08.2026, 09:10 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sind seit Monatsbeginn deutlich gesunken und könnten auch heute weiter leicht nachgeben. Die niedrigen Wasserstände an Rhein und Donau, die die Transportkosten erhöhen, sowie eine insgesamt angespannte Versorgungslage verhindern aber weitere stärkere Rückgänge.

Marktbericht vom 06.08.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise erholen sich - Heizölpreise geben weiter nach

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 06.08.2026, 09:10 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sind seit Monatsbeginn deutlich gesunken und könnten auch heute weiter leicht nachgeben. Die niedrigen Wasserstände an Rhein und Donau, die die Transportkosten erhöhen, sowie eine insgesamt angespannte Versorgungslage verhindern aber weitere stärkere Rückgänge.

Ölpreise stabilisieren sich - Heizölpreise günstiger, aber Niedrigwasser bleibt Problem

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern von den starken Verlusten der Vortage erholt. Rohöl tendierte seitwärts, Gasöl ging etwas höher aus dem Handel. Trotzdem geben die Heizöl-Notierungen hierzulande in der Eröffnung weiter nach.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,40 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im August kostet zur Stunde 1.140 Dollar. Der Euro kann sich gegenüber dem US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1550 Dollar gehandelt.

Nach aktuellen Meldungen haben sich der Iran und der Oman auf eine sichere Route für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus geeinigt. Dabei geht es um geografische Parameter und eine Einmischung von Drittstaaten ist ausdrücklich nicht gewünscht. US-Präsident Trump bleiben nur seine schon gewohnten Drohungen und er steht dabei wieder einmal als Verlierer an der Seitenlinie, denn von einer US-Kontrolle über die Meerenge ist man wohl weiter denn je entfernt.
Trotzdem startet der Ölkomplex in Summe heute etwas fester in den Tag. Zum einen wurde dies nach Ankündigungen von verschiedenen Seiten bereits erwartet und eingepreist, zum anderen reißen auch die negativen Meldungen nicht ab.
So gab es erneut einen Angriff auf einen saudischen Öltanker durch Huthi-Rebellen im Roten Meer und auch in der Meerenge von Hormus kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, sodass die Durchfahrt zumindest nach aktueller Lage wohl ein Risiko bleibt. Außerdem mussten die Verladungen über das CPC-Terminal in Noworossijsk aufgrund von Sicherheitsbedenken schon wieder eingestellt werden, was die Ölexporte aus Kasachstan massiv nach unten drückt. Die Probleme der russischen Ölindustrie sind zudem hinlänglich bekannt.
Die gestern gemeldeten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen gemischt aus. Zwar gab es bei Rohöl einen moderaten Aufbau von 2,5 Millionen Barrel, dafür gingen aber die Destillat- und Benzinvorräte um 3,5 beziehungsweise 1,6 Millionen Fass zurück. Insgesamt bleiben die Gesamtbestände auf dem niedrigsten Niveau der letzten vier Jahre.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro gegenüber dem US-Dollar in diesen Tagen auf der Gewinnerstraße. Gestern konnte unsere Gemeinschaftswährung von eher schwach ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und der Hoffnung auf eine Annäherung im Iran-Krieg profitieren und weiter leicht zulegen.

Die Heizölpreise haben seit Monatsbeginn im Schnitt um rund acht Cent pro Liter nachgegeben und angesichts der allgemeinen Versorgungslage wieder ein halbwegs attraktives Niveau erreicht. Zu den Belastungsfaktoren gehören nämlich auch die weiterhin extrem niedrigen Pegelstände an Rhein und Donau, die die Frachten deutlich erhöht haben. Heute sieht es aus morgendlicher Sicht nach weiteren leichten Abschlägen aus. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen etwas belebt, bleibt aber für die Jahreszeit immer noch deutlich unter dem Durchschnitt.

Heizöl-Marktdaten

06.08.26, 10:40 Uhr
 
06.08.: 125,04 €
05.08.: 125,51 €
06.08.26, 10:40 Uhr
 
06.08.: 1.156,00 $
05.08.: 1.150,75 $
06.08.26, 10:40 Uhr
 
06.08.: 80,00 $
05.08.: 79,54 $
06.08.26, 10:40 Uhr
 
06.08.: 0,8665 €
05.08.: 0,8657 €

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