Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um 3 bis 5 Cent pro Liter, getrieben durch höhere Öl-Futures und gestiegene Transportkosten wegen Niedrigwassers. Die angespannte Lage im Nahen Osten, insbesondere die Unsicherheiten um die Straße von Hormus, sowie der Ukraine-Krieg belastet weiterhin die Preise.
Marktbericht vom 07.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um 3 bis 5 Cent pro Liter, getrieben durch höhere Öl-Futures und gestiegene Transportkosten wegen Niedrigwassers. Die angespannte Lage im Nahen Osten, insbesondere die Unsicherheiten um die Straße von Hormus, sowie der Ukraine-Krieg belastet weiterhin die Preise.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter deutlich zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Folglich tendieren auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.199 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1520 Dollar gehandelt.
Die neuen Hoffnungen, dass zumindest die Straße von Hormus bald wieder passierbar sein wird, scheinen sich erneut zu zerschlagen. Zwar wurde gestern diesbezüglich eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman verkündet, der Teufel steckt aber wie so oft im Detail.
Denn es steht die Forderung aus Teheran im Raum, dass Schiffen aus den USA und Israel die Durchfahrt komplett verboten werden soll und feindlich eingestufte Staaten Entschädigungszahlungen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts leisten sollen. Davon wären wohl auch im großen Stil Ölexporte aus anderen arabischen Ländern betroffen.
Eine Zustimmung aus Washington ist hierzu wohl kaum zu erwarten, auch wenn US-Präsident Trump wieder einmal ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt hat. Aber wer nimmt diese Aussagen noch ernst?
Währenddessen werden weiterhin Schiffe auf ihrer Route zum oder durch das Rote Meer von der Huthi-Miliz angegriffen. Am Mittwochabend wurde ein saudischer Öltanker mit einem Marschflugkörper beschossen.
Auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleiben vor allem russische Ölanlagen ein wichtiges Angriffsziel ukrainischer Drohnen. In der Nacht zum Donnerstag wurden zwei weitere Raffinerien getroffen. Über das Ausmaß der Schäden ist bislang aber wenig bekannt.
Preisdrückend wirkte lediglich die Preissenkung des saudischen Ölkonzerns Aramco für Lieferungen im September. Diese ging im allgemein bullischen Marktumfeld allerdings unter.
Am Devisenmarkt blieb die neuerliche Wendung im Streit um die Straße von Hormus ebenfalls nicht ohne Wirkung. Der Euro musste einen Teil seiner zuletzt erzielten Gewinne wieder abgeben, kann sich heute Morgen aber noch deutlich über der 1,15-Dollar-Marke stabilisieren.
Die Heizölpreise ziehen heute infolge der gestiegenen Öl-Futures deutlich an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten. Gleichzeitig steigen Nachfrage und auch die Transportkosten aufgrund des extremen Niedrigwassers an. Daher sollten gerade Ölheizer mit knappem Tankvorrat nicht länger auf eine Preiswende spekulieren und rechtzeitig zumindest eine Teilmenge bestellen.
Die Ölpreise haben sich gestern von den starken Verlusten der Vortage erholt. Rohöl tendierte seitwärts, Gasöl ging etwas höher aus dem Handel. Trotzdem geben die Heizöl-Notierungen hierzulande in der Eröffnung nach.
Die Ölpreise sind gestern weiter deutlich zurückgefallen und die Rohöl-Futures der Sorte Brent haben sich zuletzt um mehr als zwanzig Prozent verbilligt. Auch bei den Heizöl-Notierungen waren deutliche Abschläge zu beobachten.