Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise haben den höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht und starten heute stabil bis leicht steigend in den Handel. Ein weiterer Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter wird erwartet, da die Rohölpreise durch den anhaltenden Nahost-Konflikt, sinkende Ölbestände und den Krieg in der Ukraine weiter hoch bleiben.
Marktbericht vom 19.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise haben den höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht und starten heute stabil bis leicht steigend in den Handel. Ein weiterer Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter wird erwartet, da die Rohölpreise durch den anhaltenden Nahost-Konflikt, sinkende Ölbestände und den Krieg in der Ukraine weiter hoch bleiben.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern auf hohem Niveau stabilisiert, eine Trendwende ist aber weiterhin nicht in Sicht. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die mittlerweile den höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht haben.
Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,90 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im September kostet zur Stunde 1.312 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1590 Dollar gehandelt.
Ein Ende des Konflikts im Nahen Osten und somit auch eine Öffnung der Straße von Hormus sind leider weiterhin nicht in Sicht. Entsprechend bleiben die Rohölpreise und Gasöl-Futures auf hohem Niveau. Sollten sich die globalen Bestände weiter verringern, wovon derzeit leider auszugehen ist, muss sogar mit weiter deutlich steigenden Ölpreisen gerechnet werden.
Ein Beispiel hierfür sind die Ölvorräte in den USA. Hier liegen die Benzinbestände mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit 14 Jahren, bei den Destillaten bewegen sich die verfügbaren Mengen nur unweit der Allzeittiefstände. Dabei ist Nordamerika wohl mit am wenigsten von Importen aus der Golfregion abhängig.
Die gestern nach Börsenschluss gemeldeten API-Daten bestätigten diesen Trend. Vor allem bei Destillaten, die gerade im Winterhalbjahr wieder an Bedeutung gewinnen, sind die Bestände stärker gefallen als erwartet.
Entsprechend warten die Händler heute mit Spannung auf die wesentlich umfangreicheren und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE).
Gerade für Europa bleibt auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ein stark preistreibender Einflussfaktor, denn rund ein Viertel der russischen Ölverarbeitungskapazitäten ist aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe zumindest zeitweise außer Betrieb.
Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern kaum von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa profitieren. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex ist im August überraschend deutlich auf 31,4 beziehungsweise 34,2 Punkte gestiegen. Gleichzeitig gab es eher enttäuschende Wirtschaftsindikatoren aus den USA.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute stabil bis leicht steigend in den Handel. In den nächsten Wochen dürfte hier eine deutlich steigende Inlandsnachfrage zu einem zusätzlichen Thema werden. Die extreme Kaufzurückhaltung der letzten Monate wird sich spätestens bei einem flächendeckenden Anlaufen der Heizungen zu einem kaum zu bewältigenden Bestellboom entwickeln. Eine leichte Belebung ist bereits jetzt zu spüren.
Daher ist – auch aufgrund der äußerst geringen Chancen auf eine preisliche Trendwende – dringend zu einer rechtzeitigen Bestellung, eventuell auch nur einer Teilmenge, zu raten.
Die Ölpreise haben gestern im Handelsverlauf leider wieder deutlich ins Plus gedreht und auf Tageshoch geschlossen. In logischer Folge ziehen leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an.
Die Ölpreise setzen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage auch zum Start in die neue Handelswoche fort. Bei den Heizöl-Notierungen sind leichte Abschläge zu beobachten. Ingesamt bleibt das Abwärtspotenzial aber stark begrenzt.