Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, getrieben durch hohe Gasöl-Notierungen und reduzierte US-Produktbestände aufgrund des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts. Trotz zuletzt leicht gesunkener Nachfrage wird mit weiter hoher Bestellmenge und längeren Lieferzeiten gerechnet.
Marktbericht vom 28.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um bis zu einem Cent pro Liter, getrieben durch hohe Gasöl-Notierungen und reduzierte US-Produktbestände aufgrund des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts. Trotz zuletzt leicht gesunkener Nachfrage wird mit weiter hoher Bestellmenge und längeren Lieferzeiten gerechnet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder deutliche Gewinne erzielen können und starten heute Morgen auf hohem Niveau. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 89,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung September kostet zur Stunde 1.250 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar nach behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1650 Dollar gehandelt.
Obwohl der Schiffsverkehr durch die Meerenge von Hormus nach Aussagen der US-Regierung und Einschätzung des Investmenthauses Goldman Sachs in letzter Zeit deutlich zugenommen und mittlerweile sogar rund zwei Drittel des Niveaus vor Kriegsbeginn erreicht haben soll, ging es mit den Ölpreisen gestern weiter nach oben.
Vor allem die Gasöl-Notierungen bleiben hoch, da diese zudem durch das russische Exportverbot für Diesel und Benzin gestützt werden. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat sich in den letzten Wochen und Monaten weiter verschärft und die gegenseitigen Drohnenangriffe vor allem der russischen Ölindustrie massiv geschadet.
In Folge sind auch die Produktbestände in den USA in dieser Woche weiter gefallen, was derzeit ein weiterer preistreibender Faktor ist.
Durch die geopolitischen Ereignisse der letzten Zeit hat die OPEC zuletzt deutlich an Bedeutung verloren. Nachdem im vergangenen Jahr die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Organisation ausgetreten sind, erwägt nun auch Venezuela diesen Schritt. Hier dürfte aber sicherlich der zunehmende Einfluss der USA der entscheidende Faktor sein. Auf die Preisentwicklung wirkt sich dies kurzfristig sicherlich nicht aus, mittelfristig könnte dies aber eher Druck auf die Notierungen bringen, zumal Venezuela über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt verfügt.
Am Devisenmarkt sind derzeit alle Blicke nach Jackson Hole gerichtet, wo das jährliche internationale Notenbanksymposium stattfindet. Vor allem die heutige Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh wird mit Spannung erwartet, da sich die Händler neue Hinweise auf den künftigen Zinskurs der Fed erhoffen.
Die Heizölpreise starten auch heute wieder mit Aufschlägen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Auch wenn die Nachfrage gestern spürbar nachgelassen hat, so dürfte das Bestellaufkommen in den nächsten Wochen hoch bleiben und die Lieferzeiten bald deutlich ansteigen. Daher sollten Ölheizer mit knappem Vorrat möglichst frühzeitig zumindest eine Teilmenge bestellen.
Die Ölpreise haben sich gestern von den Verlusten der Vortage erholen können, starten heute Morgen aber schon wieder mit leichten Abschlägen. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen in der Eröffnung des Handels an.
Die Ölpreise sind nach Bekanntgabe der API-Ölbestandsdaten gestern spätabends nochmals unter Druck geraten und starten heute entsprechend schwach. In Folge könnte es auch bei den Heizöl-Notierungen zu weiteren Abschlägen kommen.