Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise haben gestern einen neuen Jahreshöchststand erreicht und könnten heute leicht um bis zu einem halben Cent pro Liter fallen, wobei auch ein weiterer Preisanstieg nicht ausgeschlossen ist. Grund dafür sind vor allem die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die erhöhte Nachfrage zum Beginn der Heizperiode.
Marktbericht vom 10.09.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise haben gestern einen neuen Jahreshöchststand erreicht und könnten heute leicht um bis zu einem halben Cent pro Liter fallen, wobei auch ein weiterer Preisanstieg nicht ausgeschlossen ist. Grund dafür sind vor allem die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die erhöhte Nachfrage zum Beginn der Heizperiode.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Handelsverlauf weiter angestiegen. Während die Brent-Futures zeitweise die Marke von 100 Dollar überschritten haben, nehmen die Gasöl-Notierungen Kurs auf ein neues Allzeithoch. Heizöl ist derzeit so teuer wie seit knapp vier Jahren nicht mehr.
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Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 100,50 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im September kostet zur Stunde rund 1.454 Dollar. Der Euro kann gegenüber dem US-Dollar erneut zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1640 Dollar gehandelt.
Ein Ende des Krieges im Nahen Osten ist weiterhin nicht absehbar. In den vergangenen Tagen wurden die gegenseitigen Angriffe sogar intensiviert, während eine Passage der Meerenge von Hormus inzwischen kaum noch möglich ist.
Nach eigenen Angaben haben die iranischen Revolutionsgarden zuletzt in zwei Operationen zwanzig Schiffe innerhalb und außerhalb des Persischen Golfs angegriffen. Außerdem wolle man eine Sperrzone einrichten und Schiffen, die diese missachten, ein dauerhaftes Durchfahrtverbot erteilen.
Insgesamt sieht es im Krieg zwischen den USA und dem Iran zunehmend danach aus, als hätte sich das Regime in Teheran zuletzt stabilisiert und könne dem Druck aus Washington weiterhin standhalten.
Auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bleibt die Lage angespannt. Die Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen reißen nicht ab. Erneut wurden Beschädigungen und Brände am Schwarzmeerhafen Noworossijsk gemeldet.
Der gestern veröffentlichte Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) fiel tendenziell preistreibend aus. Vor allem die Preisprognosen für die kommenden Quartale wurden deutlich nach oben korrigiert. Es gab aber auch eine leichte Korrektur der OECD-Ölbestände nach oben.
Etwas Entlastung brachten auch die nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten. Der Rückgang der Rohölbestände fiel etwas geringer aus als erwartet, während bei den Destillaten sogar ein unerwarteter leichter Aufbau gemeldet wurde.
Am Devisenmarkt warten die Händler auf die heute am frühen Nachmittag stattfindende EZB-Sitzung. Nach allgemeiner Erwartung dürfte dabei eine Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte beschlossen werden. Morgen folgen neue Inflationsdaten aus den USA, die richtungsweisend für die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche sein könnten.
Die Heizölpreise haben gestern einen neuen Jahreshöchststand erreicht und liegen aktuell auf dem höchsten Niveau seit Ende Oktober 2022. Nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen könnte es heute zwar zu leichten Abschlägen kommen, eine nachhaltige Trendwende ist jedoch weiterhin nicht zu erwarten. Vielmehr besteht weiteres Aufwärtspotenzial, insbesondere wenn mit dem baldigen Start der Heizperiode auch die Nachfrage spürbar anzieht.
Die Ölpreise sind gestern im frühen Handel weiter angestiegen und haben dabei fast die 100-Dollar-Marke erreicht. Nach einem kurzen Rücksetzer ging es am Abend wieder nach oben. Die Heizöl-Notierungen streben auf ein neues Jahreshoch zu.
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl keine größeren Veränderungen gab, zogen die Gasöl-Futures weiter kräftig an. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.