Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten stabil; im Tagesverlauf könnten sie regional um ein bis zwei Cent pro Liter sinken, andernorts aber auch steigen. Gestiegene Vorräte an Diesel und Heizöl in den USA bremsen den Preisanstieg, während Spannungen im Nahen Osten und weltweit sinkende Ölbestände die Preise weiter stützen.
Marktbericht vom 22.10.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten stabil; im Tagesverlauf könnten sie regional um ein bis zwei Cent pro Liter sinken, andernorts aber auch steigen. Gestiegene Vorräte an Diesel und Heizöl in den USA bremsen den Preisanstieg, während Spannungen im Nahen Osten und weltweit sinkende Ölbestände die Preise weiter stützen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem gestrigen zwischenzeitlichen Rückgang wieder erholt und die Brent-Futures dabei schon wieder ein neues Mehrmonatshoch erreicht. Bei den Heizöl-Notierungen sollte es zumindest am Morgen zu keinen großen Veränderungen kommen.
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Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 111,70 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.463 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1240 Dollar gehandelt.
Während es im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen unter US-Vermittlung kommen könnte, sieht es im Nahen Osten nach neuen Eskalationen aus.
Saudi-Arabien sieht sich weiterhin permanenten Angriffen durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen ausgesetzt, was die USA und Israel zu einem gemeinsamen Vorgehen bzw. Eingreifen veranlassen könnte.
Überhaupt ist es so, dass nach den Midterm-Wahlen in den USA mit einer Fortsetzung der Kampfhandlungen zu rechnen ist. Die US-Regierung macht daraus keinen Hehl.
Was das für die Ölpreise bedeuten könnte, ist schwer absehbar, die Versorgungslage dürfte sich zumindest kurz- und mittelfristig dadurch nicht verbessern. So haben die Rohölpreise gestern nach einem kurzen Rückgang wieder angezogen und heute Morgen den höchsten Stand seit Mitte Mai erreicht.
Dies liegt auch daran, dass die Rohölbestände in den USA auch in dieser Woche erneut zurückgegangen sind. Das Department of Energy vermeldete gestern einen Abbau von 3,1 Millionen Barrel, bei Benzin gab es einen Rückgang von 3 Millionen Fass. Überraschend sind die Vorräte bei den Destillaten um 1,7 Millionen Barrel angestiegen, was unter anderem erklärt, warum die Gasölpreise heute bislang deutlich weniger stark steigen als die Rohöl-Futures.
Insgesamt nehmen die Ölbestände weltweit weiter ab und auch der sicherlich zu Recht von vielen Seiten kritisierte "Dieseldeal" von US-Präsident Trump mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin bringt hier keine Entlastung, da die Mengen an anderer Stelle fehlen.
Am Devisenmarkt gibt es weiterhin wenig Bewegung im Verhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Nach dem kurzzeitigen Rücksetzer unter die 1,12-Dollar-Marke konnte sich unsere Gemeinschaftswährung in den letzten Tagen stabilisieren. Die Haushaltslage in Frankreich bleibt für die Händler dabei ein wichtiges Thema.
Die Heizölpreise starten mit diesen Vorgaben noch stabil in den heutigen Handelstag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen unter Umständen regional sogar leichte Rückgang in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent erwarten. Es ist aber in einigen Gebieten auch eine gegenläufige Tendenz zu beobachten. Insgesamt ist eine Trendwende leider weiterhin nicht zu erwarten und Ölheizer mit knappem Vorrat sollten mit der Bestellung nicht warten, da die Lieferzeiten in nächster Zeit sicherlich nicht kürzer werden.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder zugelegt und bewegen sich aktuell teilweise auf dem höchsten Niveau seit Mai seitwärts. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die sich in dieser Woche bislang ebenfalls verteuert haben.
Die Ölpreise sind nach dem kräftigen Anstieg vom Freitag gestern zunächst deutlich zurückgefallen, bevor die Futures wieder massiv angezogen haben. Bei den Heizöl-Notierungen dürfte es in der Folge zu Aufschlägen kommen.