Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken deutlich, vor allem wegen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten und höherer Öllieferungen aus dem Persischen Golf. Im Tagesverlauf könnten die Preise um zwei bis drei Cent pro Liter fallen, obwohl die Versorgung mit dem Heizöl-Vorprodukt Gasöl angespannt bleibt.
Marktbericht vom 05.11.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sinken deutlich, vor allem wegen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten und höherer Öllieferungen aus dem Persischen Golf. Im Tagesverlauf könnten die Preise um zwei bis drei Cent pro Liter fallen, obwohl die Versorgung mit dem Heizöl-Vorprodukt Gasöl angespannt bleibt.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Handelsverlauf massiv eingebrochen, nachdem die Wahlniederlage der Republikaner die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten genährt hat. In der Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen deutlich nach unten.
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Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 95 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.315 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar erneut etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1260 Dollar gehandelt.
Die Stimmung am Ölmarkt hat gestern gedreht. Ging man vor Kurzem noch eher davon aus, dass es nach den Zwischenwahlen in den USA eine neue Militäroffensive gegen den Iran geben wird, so ist durch die Wahlniederlage der Republikaner der Druck auf US-Präsident Trump deutlich gestiegen, den Krieg gegen den Iran möglichst bald zu beenden.
Ob dies aber tatsächlich möglich sein wird, ist zu bezweifeln, denn zu einem Abkommen gehören bekanntlich immer zwei Parteien und sicherlich werden dem Regime in Teheran nicht automatisch alle Zugeständnisse gemacht.
Die Börse hat auf jeden Fall schon mal deutlich auf die neue Situation reagiert und der Abwärtstrend wurde durch Meldungen über eine Zunahme der Lieferungen aus dem Persischen Golf noch verstärkt. So haben die Rohölpreise im gestrigen Handelsverlauf sieben bis acht Prozent verloren.
Deutlich geringer fiel der Rückgang allerdings bei Gasöl aus. Hier bleiben die anhaltenden Angriffe auf Ölanlagen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine der Hauptbelastungsfaktor, da in der Folge die Raffineriekapazitäten knapp bleiben bzw. im schlimmsten Fall weiter zurückgehen.
Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten verstärkten die Befürchtung einer weiteren Verknappung von Heizöl und Diesel. Denn bei den Destillaten wurde mit einem weiteen deutlichen Rückgang von 3,6 Millionen Barrel ein neues Langzeittief erreicht, während es bei Rohöl und Benzin nur geringe Bestandsrückgänge gegeben hat.
Am Devisenmarkt haben die gefallenen Ölpreise den Euro weiter gestützt, ebenso der Wahlsieg der Demokraten, der künftig möglicherweise eine etwas moderatere US-Wirtschafts- und Außenpolitik erwarten lassen könnte. Zudem ist der EU-Verbraucherpreisindex im Oktober um vier Prozent gestiegen, was die Erwartung einer Zinserhöhung durch die EZB erhöht.
Die Heizölpreise hierzulande starten heute mit schönen Abschlägen in den Handel, nachdem es bereits gestern deutlich nach unten gegangen ist. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Somit ergibt sich gerade für Ölheizer mit knappem Vorrat eine gute Kaufchance. Denn aus der Wette auf Frieden kann bald wieder die Angst vor neuen Eskalationen werden. Außerdem bleibt die Versorgungslage bei Gasöl, dem Vorprodukt von Diesel und Heizöl weiter angespannt.
Die Ölpreise haben sich bisher unberührt vom Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gezeigt. Gleiches gilt für den US-Dollar, sodass die Heizöl-Notierungen ohne große Veränderung in den heutigen Tag starten.
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages deutlich nachgegeben, nachdem neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt aufgekommen sind. Zum Start ziehen die Heizöl-Notierungen heute leicht an.