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Marktbericht vom 27.07.2003
Diese alte Börsenwahrheit bewahrheitete sich letzte Woche auch wiedereinmal an den internationalen Ölmärkten. Während die Meldung über die Tötung der beiden Söhne Saddam Husseins Anfang der Woche noch für stark fallende Kurse gesorgt hatte, traten im weiteren Verlauf wieder fundamentale Themen in den Vordergrund und die Preise zogen wieder an.
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Im Wochenvergleich blieb trotzdem ein leichtes Minus bei den Rohölnotierungen: OPEC-ÖL in New York notiert bei gut 30 US-Dollar je Barrel, Nordseeöl Brent in London bei rund 28 Dollar. Der Dollar zeigte sich wieder etwas schwächer und ist für 87 Euro-Cent zu kaufen.
Sicher ist der Tod der beiden Hussein-Söhne ein weiterer Schritt in Richtung Demokratisierung und Fortschritt bei der Wiederaufnahme der Ölförderung im Irak. Dennoch, grundsätzlich ändert diese Meldung - zumindest kurzfristig - nichts am fundamentalen Umfeld für die Ölmärkte. Nach wie vor stimmt die Förderdisziplin zumindest innerhalb der OPEC, die Bestandsdaten in den USA sind permanent niedrig und Nachrichten über Umweltkatastrophen und Streiks bzw. politische Unruhen in wichtigen Ölförderländern wechseln sich ab.
Derzeit sehen alle Marktteilnehmer dem nächsten OPEC-Meeting am 31. Juli entgegen. Gravierende Änderungen dürfte dieses aber unserer Einschätzung nach nicht bringen. Wie bereits letzte Woche erwähnt, sind die Rohölpreise und der damit einhergehende politische Druck derzeit für eine Förderkürzung einfach zu hoch. Somit ist eine unveränderte Förderpolitik mehr als wahrscheinlich.
Hierzulande ist die Nachfrage nach Heizöl eher schwach und führte gemeinsam mit den Preisreduzierungen bei Rohöl und dem wieder etwas schwächelnde Dollar zu günstigeren Abgabepreisen. Daran sollte sich auch in dieser Woche nicht allzuviel ändern.
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Wie allgemein erwartet und auch von uns prognostiziert, beließen die OPEC-Ölminister bei Ihrer offiziellen Sitzung am Donnerstag letzter Woche die offizielle Ölförderquote bei 25,4 Millionen Barrel pro Tag.
Auch die letzte Woche bescherte uns wieder leicht steigende Rohölpreise bei relativ schwacher Nachfrage.