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Marktbericht vom 22.05.2006
Nach dem starken Anstieg der Ölpreise im April und der leider deutlich schwächeren Gegenbewegung im Mai, scheinen die Märkte nun wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser überzuschwenken.
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Aktuell pendeln sich die Rohöl-Futures mit gut 68 US-Dollar pro Barrel doch deutlich unter der 70-Dollar-Marke ein und auch die US-Währung stabilisiert sich weiter bei Werten um 78,5 Euro-Cent.
Vom Marktgeschehen gibt es wenig Neuigkeiten zu berichten.
Auch in naher Zukunft wird die Entwicklung der Ölpreise stark vom weiteren Verlauf des Iran-Konfliktes abhängig sein, wo es derzeit aber wenig Lichtblicke im Bezug auf diplomatische Fortschritte gibt. Es wird sogar befürchtet, dass der Iran nur mehr wenige Monate vor der Fertigstellung von Atomwaffen steht.
Beruhigend will die OPEC auf die Märkte einwirken, indem die Fördermengen wohl auch nach dem nächsten Treffen am 01. Juni in Caracas stabil gehalten werden sollen. Eine Kürzung der Förderung wäre wohl auch politisch kaum durchsetzbar und würde massive Proteste der westlichen Welt mit sich bringen.
Eine sich etwas abschwächende Nachfrage führte im zweiten Quartal zu einer Überversorgung von bis zu 1,2 Mio. Barrel pro Tag.
Der Devisenmarkt wird derzeit stark von politischen Aussagen beeinflusst. Während sich der französische Finanzminister in der letzen Woche besorgt über den sehr starken Euro geäußert hatte, meinte sein deutsche Kollege Steinbrück, dass der Kursanstieg für Deutschland gut verkraftbar sei. Aus Äußerungen des us-amerikanischen Finanzministers Snow leiteten viele Marktteilnehmer ab, dass die USA durchaus ein Interesse an einem schwächeren Dollar haben könnte, was die europäischen Ölimporte natürlich entsprechend verbilligen würden.
Der kurzfristige Abwärtstrend bei den Heizölpreisen scheint beendet zu sein. Weder von den Rohölpreisen noch vom Devisenmarkt werden aktuell gravierende Veränderungen erwartet. Nachdem die Preise deutlich unter den Höchstständen vom letzten Jahr notieren und hier der rasante Preisanstieg Anfang Juni begann, kann sicherheitsorientierten Heizölkäufern durchaus bereits jetzt zur Bevorratung geraten werden.
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Wenig marktbeeinflussende Neuigkeiten sorgen an den internationalen Ölmärkten dafür, dass die seit Wochen andauernde Seitwärtsbewegung ohne klare Richtung, allerdings unter großen Schwankungen anhält.
Sorgen um ein sich abschwächendes Wirtschaftswachstum und relativ gut ausgefallene Lagerbestandsdaten sorgen dafür, dass die Ölpreise auch zur Wochenmitte weiter nachgeben.