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Marktbericht vom 26.05.2006
Wenig marktbeeinflussende Neuigkeiten sorgen an den internationalen Ölmärkten dafür, dass die seit Wochen andauernde Seitwärtsbewegung ohne klare Richtung, allerdings unter großen Schwankungen anhält.
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Aktuell notieren die Kontrakte auf WTI-Rohöl wieder bei über 71 US-Dollar pro Barrel, während Nordseeöl Brent in London bei 70,90 Dollar gehandelt wird. Stabiler zeigt sich der US-Dollar bei Werten um 78,3 Euro-Cent.
Die jüngste Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten vom vergangenen Mittwoch brachten zwar gute, aber kaum beachtete Ergebnisse. So stiegen die Vorräte bei Heizöl und Diesel, aber vor allem beim derzeit so viel beachteten Benzin relativ deutlich an. Zwar gaben die Preise daraufhin kurzzeitig etwas nach, um dann jedoch wieder kräftig anzusteigen.
Wie seit Wochen an dieser Stelle berichtet, ist der Spielraum bei den Rohölpreisen nach unten derzeit einfach stark begrenzt. Die weiterhin robuste, wenn auch in der Prognose etwas zurückgenommene weltweite Nachfrage nach Öl- und Ölprodukten in Verbindung mit politischen Spannungen in wichtigen Ölförderländer wie Iran, Nigeria und Venezuela, macht die Wette auf steigende Preise nach wie vor attraktiv.
Nur eine Auflösung der politischen Konflikte und ein Einbruch der Nachfrage könnte die Märkte wesentlich entlasten.
Beides ist derzeit weder absehbar noch wahrscheinlich.
Auch am Devisenmarkt gibt es zur Zeit kaum marktbewegende Neuigkeiten, so dass der der Euro weiterhin um die Marke 1,28 US-Dollar und somit nur knapp unter Jahreshoch pendelt.
Eine deutlich belebte Nachfrage konnte am heimischen Heizölmarkt verspürt werden. Viele Verbraucher nutzen den jüngsten Rückgang der Preise zu Bevorratung. Angesichts des Preisverlaufes der letzen beiden Jahre und der bevorstehenden Hurrikansaison ist dies sicherlich auch nachvollziehbar und richtig.
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Sowohl an den internationalen Börsenplätzen - in den USA und in Großbritannien bleiben die Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen - als auch am heimischen Heizöl-Markt herrscht derzeit ruhiger Handel bei einer stabilen Preisentwicklung.
Nach dem starken Anstieg der Ölpreise im April und der leider deutlich schwächeren Gegenbewegung im Mai, scheinen die Märkte nun wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser überzuschwenken.