Heizöl-Markt aktuell: Preise auf tiefsten Stand seit August!

19.11.2015, 08:59 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten präsentierten sich gestern kaum verändert. Da der Euro gegenüber dem US-Dollar aber Gewinne verbuchen konnte, werden auch die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise wohl erneut mit leichten Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 44,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 40,75 Dollar. Der Euro kann sich auf Werte um 1,0680 US-Dollar verbessern.

Noch unter dem Einfluss der bullish ausgefallenen API-Ölbestandsdaten vom Vortag, zogen die Rohölpreise am gestrigen Vormittag zunächst deutlich an.
In den Mittagsstunden begannen die Notierungen aber bereits wieder zu bröckeln und mit schwachen Zahlen zum US-Immobilienmarkt ging es dann weiter nach unten.
Die am Nachmittag veröffentlichten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) lagen mit einem leichten Zuwachs von in Summe 0,5 Millionen Barrel nicht ganz im Rahmen der Erwartungen von knapp einer Million Fass und konnten den Preisrückgang zu diesem Zeitpunkt nicht stoppen.
Erst in den Abendstunden drehte der Markt wieder, was zum einen mit technischen Faktoren begründet wurde, zum anderen wohl auch daran lag, dass sich die Händler darauf besannen, dass die DOE-Daten ja eigentlich doch bullish zu werten waren, wenngleich die Zahlen des American Petroleum Institute (API) vom Vortag im Ausmaß nicht bestätigt wurden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro nach der Veröffentlichung des Protokolls zur US-Notenbanksitzung im Oktober Gewinne verbuchen. Eine Zinswende noch in diesem Jahr scheint nun doch nicht so sicher zu sein, wie es die meisten Börsianer im Vorfeld bereits geglaubt haben.

Aufgrund der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Deutschland aller Voraussicht nach auch heute wieder mit leichten Abschlägen starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein kleines Minus in einer Größenordnung von 0,2 Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen befinden sich derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte August und bieten eine gute Gelegenheit zur Bevorratung bzw. Aufstockung vor den kalten Wintermonaten.