Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben schwach!

20.11.2015, 08:11 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigten sich gestern weitgehend stabil und bleiben somit vorerst auf ihrem extrem niedrigen Niveau. Der Euro konnte sich im Vergleich zum US-Dollar leicht verbessern, sodass die Heizöl-Notierungen wohl auch heute mit leichten Abschlägen in den Handel gehen werden.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 44,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 40,50 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,0720 US-Dollar gut behaupten.

Der Ölmarkt ist weiterhin von einer sehr hohen Förderung und mittlerweile extrem hohen Beständen geprägt, sodass es derzeit wenig Spielraum nach oben zu geben scheint.
Auf der anderen Seite fallen auf diesem Preisniveau sehr viele Förderprojekte unter die Rentabilitätsgrenze, sodass sich das Angebot zumindest mittelfristig wieder reduzieren sollte, was dann sicherlich zu steigenden Notierungen führen wird.
Gestern blieben die Rohölpreise bei geringen Schwankungen weitgehend stabil.
Neue Markt beeinflussende Nachrichten gab es kaum.
Lediglich aus Europa wurde die Leistungsbilanz per September mit plus 29,4 Milliarden Euro veröffentlicht. Erwartet wurden lediglich 18,3 Mrd. nach 18,7 Mrd. im Vormonat.
In den USA lagen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung mit 271.000 in etwa ihm Rahmen der Analysenschätzung.
Auch die Frühindikatoren übertrafen mit 0,6 Prozent die Prognose von 0,5 Prozent knapp.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im gestrigen Handelsverlauf gegenüber der Ölwährung US-Dollar weitere kleine Gewinne verbuchen. An der generellen Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen noch in diesem Jahr erhöhen wird, hat sich nach Ansicht der meisten Devisenexperten nichts geändert, obwohl die Notenbänker sich darüber wohl nicht so einig sind, wie ursprünglich gedacht.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben auch heute aller Voraussicht nach wieder etwas leichter in den Tag starten und ihren nunmehr zweiwöchigen Abwärtstrend wohl weiter fortsetzen können. Aktuelle Berechnung lassen einen Rückgang von ca. 0,3 Cent pro Liter erwarten. Entlastung kommt durch den Regen der letzten Stunden, denn die Frachten in der Binnenschifffahrt waren aufgrund von Niedrigwasser in letzter Zeit deutlich angestiegen.