Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise ziehen weiter an!

25.11.2015, 07:33 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder leichte Gewinne verbuchen können. Bei insgesamt stabilen Wechselkursen werden daher auch die Heizöl-Notierungen erneut mit Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 46,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 43 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar bei Werten um 1,0660 US-Dollar gut behaupten.

Nach den technisch bedingten Gewinnen vom Vortag, starteten die Rohölpreise gestern stabil in den europäisch geprägten Handel.
Es gab dabei solide bis gute Konjunkturdaten aus Deutschland, wo das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal mit einem Plus von 1,8 Prozent im Rahmen der Erwartungen lag und der Ifo-Geschäftsklimaindex per November mit 109 Punkten deutlich oberhalb der Prognose von 108 Punkten veröffentlicht wurde.
Mit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei und einem guten US-Bruttoinlandsprodukt, das in der Vorausschätzung für das dritte Quartal mit plus 2,1 Prozent leicht über den Analystenschätzungen lag, ging es am Nachmittag weiter nach oben.
Nach Börsenschluss veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten mit einem überraschenden Aufbau von 4,7 Mio. Barrel, erwartet wurde hingegen nur ein leichter Zuwachs von gut einer Million Fass.
Trotzdem ziehen die Futures heute Morgen im asiatischen Handel weiter an.

Am Devisenmarkt konnte der Euro nach den guten Konjunkturdaten aus Deutschland im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar zunächst etwas zulegen, setzte dann aber den Seitwärtstrend der letzten Tage weiter fort und schloss in etwa auf Ausgangsniveau.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute aller Voraussicht nach wieder mit moderaten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus von bis zu knapp einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat sich nach dem ersten Wintereinbruch deutlich belebt.