Heizöl-Markt aktuell: Preise ziehen erstmals seit knapp drei Wochen wieder an!

24.11.2015, 08:10 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf spürbar verteuert und auch der Euro präsentierte sich im Großen und Ganzen weiterhin schwach. In Folge werden die Heizöl-Notierungen heute wohl erstmals seit vierzehn Handelstagen wieder mit Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei gut 45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 42 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar bei Werten um 1,0630 US-Dollar gut behaupten.

Auch der gestrige Handelstag war wieder von der Markttechnik dominiert und so machten die Rohölpreise in den Mittagsstunden plötzlich einen kräftigen Satz nach oben, ohne dass es hierzu eine Meldung gegeben hätte.
Zuvor wurden aber bereits gute Konjunkturdaten aus Europa vermeldet, denn die Einkaufsmanagerindizes für den Monat November fielen in der Vorausschätzung durchweg positiv aus.
Im verarbeitenden Gewerbe lag der Wert für die EU bei 52,8 statt den erwarteten 52,2 Punkten, für Deutschland bei 55,6 statt erwartet 52 Zähler.
Ähnlich gut konnten die Zahlen aus dem Dienstleistungssektor gewertet werden.
Auch in den USA gab es zum Handelsstart positive Signale, denn der Chicagoer Fed National Activity Index per Oktober konnte mit einem Wert von minus 0,04 die Schätzung übertreffen.
Unter den Erwartungen lagen jedoch die Verkäufe bestehender Häuser per Oktober und auch der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe.

Am Devisenmarkt gab es zum wiederholten Male einen ruhigen Handel mit geringen Kursveränderungen. Eigentlich hätten die Wirtschaftsindikatoren dem Euro Auftrieb geben sollen, doch mehr als ein Miniplus sprang für die Gemeinschaftswährung am Ende nicht heraus.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben, wie eingangs bereits erwähnt, mit spürbaren Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von bis zu 0,8 Cent pro Liter erwarten. Dies dürfte nach 14 Tagen mit Preisrückgängen aber durchaus zu verschmerzen sein.