Heizöl-Markt aktuell: Preise zum Wochenauftakt stabil

29.02.2016, 08:59 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag zeitweise kräftig zugelegt, sind dann aber bis zum Handelsschluss in etwa wieder auf Ausgangsniveau zurückgefallen, sodass auch die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach mit wenig Veränderung in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 35,45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 32,85 Dollar. Der Euro fällt auf Werte um 1,0950 US-Dollar zurück.

Nach den zuletzt doch recht guten Konjunkturdaten aus Europa und den USA, sowie den bullish zu wertenden DOE-Ölbestandsdaten, starteten die Rohölpreise am Freitag mit deutlich ansteigender Tendenz in den europäisch geprägten Handel. Auch die Ankündigung eines weiteren Treffens führender Ölnationen trug hierzu sicherlich ein Stück bei. Kurzzeitig wurde bei Brent-Öl sogar die 37-Dollar-Marke überschritten.
Dann ging den Bullen aber die Puste aus und es kam zu Gewinnmitnahmen, die den Ölkomplex schlussendlich wieder auf Ausgangsniveau zurück fallen ließ.
Neue Konjunkturdaten kamen am Vormittag aus Europa, wo sowohl die Geschäfts- und Verbraucherstimmung, als auch das Verbrauchervertrauen per Februar deutlich unter den Erwartungen lag.
Positiv überraschte am Nachmittag das US-Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal, das einen Zuwachs von einem Prozent verbuchen konnte. Die Analysen prognostizierten lediglich ein Plus von 0,4 Prozent, nach 0,7 Prozent im Vormonat.

Dies blieb nicht ohne Folgen am Devisenmarkt, denn nach Bekanntgabe fiel der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar um rund einen Dollar-Cent zurück. Heute Morgen kann sich die Gemeinschaftswährung allerdings wieder zögerlich erholen.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben und aktuellem Kenntnisstand stabil bis leicht nachgebend in die neue Handelswoche starten. In der mittelfristigen Betrachtung setzt sich der seit Mitte Januar existente Seitwärtstrend fort. Die Nachfrage ist, wie üblich um diese Jahreszeit, relativ verhalten.