Heizöl-Markt aktuell: Gute Konjunkturdaten und OPEC - Ölpreise ziehen weiter an!

26.02.2016, 08:32 Uhr von Josef Weichslberger
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder deutliche Gewinne verbuchen können. Obwohl auch der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar an Wert gewonnen hat, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit moderaten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 35,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 33 Dollar. Der Euro kann sich auf Werte um 1,1050 US-Dollar verbessern.

Der gestrige Börsentag begann mit guten Konjunkturdaten aus Deutschland, denn der GfK Konsumklimaindex wurde per März mit 9,5 Punkten veröffentlicht. Erwartet wurde nur ein Wert von 9,3 nach 9,4 im Februar.
In den USA stiegen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Januar um 4,9 Prozent, während die Analysen im Vorfeld lediglich ein Plus von 2,5 Prozent prognostiziert hatten.
Auch die Anträge auf Arbeitslosenhilfe konnten in Summe positiv gewertet werden, denn obwohl die Erstanträge mit 272.000 die Schätzung von 270.000 leicht übertrafen, gab es deutlich weniger weitergeführte Anträge.
Auch zum Themas Förderkürzungen gab es durchaus Preis relevante Nachrichten.
Aus OPEC-Kreisen war zu vernehmen, dass es Mitte März zu einem erneuten Treffen bedeutender Ölproduzenten kommen soll. Ziel wird dabei sein, weitere Länder zu gewinnen, die bereit sind, die Fördermenge auf Januar-Niveau einzufrieren. Bisher haben sich Saudi-Arabien, Venezuela, Katar und Russland auf diese Maßnahme verständigt.

Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Bewegungen. Der Euro pendelte den ganzen Tag innerhalb einer Bandbreite von 1,1010 und 1,1040 US-Dollar. Heute Morgen kann die Gemeinschaftswährung aber doch etwas kräftiger hinzugewinnen, ohne dass es hierzu entsprechende Nachrichten gab.

Dies wird aber wohl nicht ausreichen, um den Anstieg der Rohölpreise zu kompensieren und so werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland heute mit moderaten Aufschlägen in den Tag gehen. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Der mittelfristige Seitwärtstrend setzt sich bei wieder etwas ruhigerer Nachfrage fort.