Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben unter Druck - Heizölpreise wieder attraktiv!

24.03.2021, 08:16 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Tagesverlauf wieder unter Druck geraten und auf Tagestiefstand aus dem Handel gegangen. Heute Morgen ziehen die Futures aber wieder an und auch der Euro zeigt sich schwach, sodass die mittlerweile wieder recht attraktiven Heizöl-Notierungen wohl keine größeren Sprünge machen werden.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 61,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,40 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1850 US-Dollar gehandelt.

Die nicht enden wollenden Corona-Sorgen in weiten Teilen Europas drücken derzeit auf die Stimmung der Börsianer. Gestern sind Rohölpreise bereits zum Start in den europäisch geprägten Handel unter Druck geraten und haben bis Mittag gut zwei Dollar pro Barrel verloren. Die neuen Beschränkungen dämpfen die Hoffnung, dass die Pandemie schon im Sommer hinter uns liegen könnte und natürlich reduzieren diese auch die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten.
Wie die OPEC+ auf die neue Situation und die in letzter Zeit deutlich gefallenen Ölpreise reagieren wird, ist sicherlich ein sehr spannendes Thema. Morgen in einer Woche sollte es darauf eine Antwort geben.
Für etwas Verunsicherung sorgt derzeit ein Stau im Suez-Kanal, der von einem querliegenden Tanker verursacht wwird. Noch ist unklar, wann die Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer wieder frei sein wird. Derzeit warten rund 100 Schiffe auf die Durchfahrt, darunter auch viele Öltanker. Die Futures ziehen daher heute Morgen wieder etwas an.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen gemischt aus. Während es bei Rohöl einen unerwarteten Zuwachs von 2,9 Millionen Barrel gab, gingen die Benzinbestände um 3,7 Millionen Fass zurück. Bei den Destilaten blieb eine Überraschung aus, denn das kleine Plus von 0,2 Millionen Fass traf genau die Erwartung der Analysten.
Heute Nachmittag werden die wesentlich einflussreicheren und detaillierteren Zahlen des Department of Energy (DOE) erwartet.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit November letzten Jahres zurückgefallen. Der "Greenback" ist derzeit in zweierlei Hinsicht gefragt. Erstens erwarten die Händler in den USA eine bessere Konjunkturentwicklung als in Europa und zweitens bietet die US-Währung Sicherheit, wenn es an den Börsen mal nach unten geht, wie dies gestern im späten Handel der Fall war.

Aufgrund der Währungsverluste und der heute Morgen anziehenden Rohölpreise werden die Heizölpreise hierzulande stabil bis leicht höher in den heutigen Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile haben die Notierungen den niedrigsten Stand seit rund sechs Wochen erreicht und können als durchaus attraktiv bezeichnet werden. Auch wenn die Nachfrage insgesamt weiter eher unterdurchschnittlich bleibt, so ist doch allmählich eine leichte Marktbelebung zu spüren.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.

Weitere Marktberichte

Donnerstag, 25.03.2021, 07:39 Uhr

Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages kräftige Gewinne erzielen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Obwohl auch die Heizöl-Notierungen heute mit leichten Aufschlägen erwartet werden, ist das Preisniveau noch recht attraktiv.

Dienstag, 23.03.2021, 08:12 Uhr

Die Ölpreise haben sich gestern im Laufe des Tages leicht nach oben entwickelt, starten heute Morgen aber wieder mit Verlusten in den Handel. Die Heizölpreise stehen auf dem niedrigsten Niveau seit gut vier Wochen und bieten somit gute Kaufgelegenheit.

Heizöl-Marktdaten

Gasölpreis

 
24.03.: *1) 509,50 $
23.03.: *2) 483,00 $

Rohölpreis (Brent)

 
24.03.: *1) 64,22 $
23.03.: *2) 60,38 $

Dollarkurs

 
24.03.: *1) 0,8467 €
23.03.: *2) 0,8441 €

*1) Schlusskurs vom Stand 24.03.2021, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (23.03.2021, 23:59 Uhr)

Heizöl-Charts

 
24.03.: *1) 62,13 €
23.03.: *2) 61,25 €

*1) Schlusskurs vom Stand 24.03.2021, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (23.03.2021, 23:59 Uhr)

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