Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben zum Wochenstart unter Druck - Heizölpreise geben weiter nach!

15.11.2021, 08:40 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen und starten heute Morgen in Asien ebenfalls schwach. In Folge können die Heizöl-Notierungen hierzulande den Abwärtstrend der letzten Tage aller Voraussicht nach weiter fortsetzen.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 81,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 80,20 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1450 US-Dollar gehandelt.

In der vergangenen Woche gab es am Ölmarkt durchaus einige Nachrichten und Meldungen, die für eine gewisse Beruhigung gesorgt haben.
So scheint der seit dem Frühjahr existente Abwärtstrend bei den US-Rohölbeständen gestoppt zu sein, denn seit Wochen gehen diese bereits wieder leicht nach oben.
Außerdem fielen die Monatsberichte der Energy Information Administration (EIA) und der OPEC nicht unbedingt preistreibend aus. Beide Reports enthielten durchaus auch bearishe Komponenten, die im Zusammenhang mit der Diskussion um eine mögliche Freigabe von strategischen Ölreserven in den USA für etwas Abwärtsdruck sorgten.
Von einer generellen Trendwende zu sprechen, wäre aber sicherlich zu früh. Vor allem weil sich auf der Angebotsseite hier zu wenig tut. Der Förderplan der OPEC+ Organisation kann nur bedingt eingehalten werden und auch mit der Ölproduktion in den USA geht es nur langsam voran.
In der vergangenen Woche gab es laut Baker Hughes wieder nur einen geringen Zuwachs bei der Zahl der aktiven US-Bohranlagen, sodass nun 454 Einheiten in Betrieb sind. Vor der Corona-Pandemie lag die Zahl im Hoch bei über 900.
Ansonsten gab es am Freitag eher gemischt ausgefallene Konjunkturdaten. Aus der EU wurde eine per September um 5,2 Prozent gestiegene US-Industrieproduktion vermeldet, was über den Erwartungen lag. Enttäuschend fiel hingegen das von der Universität Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen mit nur 66,8 Punten aus. Erwartet wurde hier ein Wert von 72,4 Zählern. Heute Morgen gab es bereits gute Zahlen aus China, wo sowohl die Industrieproduktion, als auch die Einzelhandelsumsätze per Oktober mit Zuwächsen von 3,5 bzw. 4,9 Prozent über den Erwartungen lagen.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar nur kurzzeitig vom schwachen US-Verbrauchervertrauen profitieren, fiel wenig später aber schon wieder zurück. Heute Morgen stehen im asiatischen Handel bislang aber wieder leichte Gewinne an den Kurstafeln. Insgesamt bleibt unsere Gemeinschaftswährung aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute zum Wochenstart den Abwärtstrend der letzten Tage wohl erfreulicherweise fortsetzen können. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten. Auch bezüglich der Liefersituation gibt es erste positive Tendenzen. Auch wenn die Wartezeiten immer noch sehr hoch sind, so geht hier der Trend seit einigen Tagen weiter nach unten. Trotzdem sollte der eigene Tankvorrat weiterhin gut im Auge behalten werden, denn kurzfristige Lieferungen kosten Aufpreis!

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.

Weitere Marktberichte

Dienstag, 16.11.2021, 08:05 Uhr

Die Ölpreise haben sich gestern nach anfänglichen Verlusten im Tagesverlauf stabilisieren und später deutlich erholen können. Auch heute Morgen geht es bislang aufwärts, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Aufschlägen in den Tag starten.

Freitag, 12.11.2021, 08:54 Uhr

Die Ölpreise haben sich gestern unter Schwankungen weiter leicht nach unten entwickelt und starten heute Morgen mit weiteren Abschlägen. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach unten, auf den niedrigsten Stand seit rund vier Wochen!

Heizöl-Marktdaten

Gasölpreis

 
15.11.: *1) 693,75 $
12.11.: *2) 694,25 $

Rohölpreis (Brent)

 
15.11.: *1) 82,16 $
12.11.: *2) 82,10 $

Dollarkurs

 
15.11.: *1) 0,8799 €
12.11.: *2) 0,8737 €

*1) Schlusskurs vom Stand 15.11.2021, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (12.11.2021, 23:59 Uhr)

Heizöl-Charts

 
15.11.: *1) 87,22 €
14.11.: *2) 87,64 €

*1) Schlusskurs vom Stand 15.11.2021, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (12.11.2021, 23:59 Uhr)

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