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Marktbericht vom 08.07.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise vor und nach DOE-Daten erholt - Heizölpreise wieder fester!

08.07.2022, 07:56 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern von den Verlusten der Vortage erholen können und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande die gestrigen Aufschläge wohl beibehalten bzw. weiter ausbauen.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 105,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 99,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0150 US-Dollar gehandelt.

Rezessionsängste haben die Rohölpreise bzw. den Ölkomplex zur Wochenmitte vorübergehend deutlich unter Druck gebracht. Mit der Erkenntnis, dass die Gespräche mit dem Iran einfach nicht voran kommen wollen und somit die Versorgungslage wohl auch in nächster Zeit weiterhin knapp bleiben wird, setzte gestern am Nachmittag bereits vor Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) eine starke Erholung ein.
Die Zahlen selbst fielen, wie die Daten des American Petroleum Institute (API) vom Vortag, eher gemischt aus. Zwar gab es auch hier bei Rohöl einen überraschend deutlichen Aufbau von 8,2 Millionen Barrel, dafür aber auch einen Rückgang bei den Destillaten und vor allem bei Benzin. Hier liegen die Vorräte weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Zudem ist die Inlandsnachfrage deutlich um knapp eine halbe Million auf nun 20,5 Millionen Barrel pro Tag angestiegen. Die Ölproduktion ging hingegen leicht zurück.
Alles in allem wurde der Bericht dann wohl eher bullish, also preistreibend gewertet, denn die Ölpreise zogen im späten Handel weiter an.
Auch in den nächsten Tagen ist mit einem recht volatile, also schwankungsreichen Handel zu rechnen, denn der Markt ist wie kaum zuvor hin- und hergerissen zwischen einem möglichen Nachfrageeinbruch einerseits und einer nach wie vor drohenden Versorgungslücke andererseits.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar unter Druck und steht aktuell auf dem niedrigsten Stand seit knapp 20 Jahren. Die schlechten Konjunkturaussichten für und die drohende Gaskrise in Europa belasten unsere Gemeinschaftswährung ebenso, wie die zögerliche Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Heute also leider keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise bereits gestern deutlich angezogen haben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bis in die Mittagsstunden ein leichtes Plus von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt könnte für diese Woche ein leichtes Minus übrig bleiben, der Abwärtstrend hat sich aber deutlich verlangsamt. Die in dieser Woche explodierende Nachfrage hat gezeigt, dass vor Beginn der Heizperiode noch viel Bedarf im Markt ist. Die Lieferzeiten sind in kurzer Zeit signifikant angestiegen und liegen in einigen Regionen mittlerweile wieder bei acht bis zehn Wochen. Wer also weiter spekulieren will, sollte dabei einen komfortablen Tankvorrat mitbringen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 08.07.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.07.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 08.07.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (07.07.2022, 23:59 Uhr)

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