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Marktbericht vom 11.07.2022

Heizöl-Markt aktuell: Öl- und Heizölpreise zum Wochenstart wenig verändert

11.07.2022, 08:22 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben leider auch am Freitag im Laufe des Handels weiter zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Da der Anstieg aber bereits größtenteils in den Heizöl-Notierungen enthalten ist, werden sich hier die Aufschläge heute aller Voraussicht nach in Grenzen halten. In einigen Regionen sind sogar Abschläge zu erwarten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 105,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 103,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0140 US-Dollar gehandelt.

Zum Ende der letzten Handelswoche nahmen die aus Verbrauchersicht schlechten, also preistreibenden Nachrichten am Ölmarkt wieder zu und die Rohölpreise suchten leider wieder den Weg nach oben.
Hauptproblem ist und bleibt die allgemein schlechte Versorgungslage an den Energiemärkten, vor allem aber die unsichere Lage am europäischen Gasmarkt. An der Nord-Stream-1-Pipeline starten heute Montag die geplanten Wartungsarbeiten, die eigentlich zwei Wochen andauern sollen. Allerdings geht die Sorge um, dass auch nach Beendigung kein Gas mehr nach Europa strömen wird und somit die bislang eher schwach gefüllten Gasspeicher nicht weiter aufgefüllt werden können.
Hinzu kommt das weiterhin begrenzte Angebot am Ölmarkt. Die OPEC+ ist nach neuesten Schätzungen auch im Juni weit hinter ihren Produktionszielen zurückgeblieben, konnte die Förderung aber immerhin um gut 500.000 Barrel pro Tag erhöhen. Eine Explosion am Tengiz-Ölfeld in Kasachstan, sowie die politischen Unruhen in Libyen sind weitere Faktoren, die derzeit wenig Luft nach unten lassen.
Die Analysten von Goldman Sachs sind zudem der Meinung, dass der Ölpreis trotz einer möglichen Rezession hoch bleiben und bis auf 140 Dollar pro Barrel zulegen könnte.
Preisdrückend wirken neue Corona-Meldungen aus China und natürlich die latente Befürchtung, dass die globale Wirtschaft angesichts der hohen Inflation und Rohstoffpreise ins Straucheln geraten könnte.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf dem niedrigsten Niveau seit rund 20 Jahren. Trotz guter Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, wo die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft per Juni um 327.000 statt wie erwartet 260.000 zugenommen hat, konnte unsere Gemeinschaftswährung zumindest den Stand des Vortages verteidigen.

Zum Wochenauftakt gibt es also relativ stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute regional uneinheitlich starten werden. Je nachdem ob die Aufschläge vom Freitag schon in den Kursen enthalten sind, geht es etwas nach oben oder unten. Insgesamt bleibt das Preisniveau aber im Großen und Ganzen stabil. Nachdem die Notierungen in den letzten Tagen leider wieder angezogen haben, ist auch die Nachfrage wieder zurückgegangen. Die Zahl der Marktbeobachter bleibt aber auf einem recht hohen Niveau, sodass davon auszugehen ist, dass der Bedarf im Markt noch groß ist. Daher sollten Verbraucher mit geringem Tankvorrat mit der Bestellung nicht mehr allzu lange warten, denn die Lieferzeiten liegen vielerorts bei mehreren Wochen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 11.07.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (08.07.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 11.07.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (08.07.2022, 23:59 Uhr)

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