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Marktbericht vom 08.08.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise zum Wochenstart erholt - Heizölpreise etwas schwächer

08.08.2022, 08:16 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach der jüngsten Talfahrt am Freitag stabilisiert und starten heute mit Aufschlägen in die neue Handelswoche. Bei den Heizöl-Notierungen könnte es hingegen weiter leicht abwärts gehen, da sich die Gasölpreise bislang eher schwach entwickeln.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 95,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 89,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0190 US-Dollar gehandelt.

Innerhalb von gut einer Woche sind die Rohölpreise um deutlich mehr als zehn Prozent gefallen, was im Wesentlichen mit der Angst vor einer globalen Rezession zu erklären ist, die sicherlich nicht unbegründet ist. Die Bank of England (BoE) rechnet sogar mit einer längeren Schrumpfung der Wirtschaftsleistung bis ins Jahr 2024 hinein.
Auch aktuelle Wirtschaftsindikationen aus China deuten in diese Richtung. Zwar sind hier die Exporte per Juli wieder stärker gestiegen als erwartet, insgesamt bleiben die Rohölimporte aber deutlich unter dem üblichen Niveau. Hier kommt zusätzlich die Sorge vor weiteren Corona-Maßnahmen hinzu.
Ein weiterer Grund für den Rückgang der internationalen Ölpreise waren die zuletzt überraschend gestiegenen Ölbestände in den USA. Hier wurde gleichzeitig ein deutlicher Rückgang der Benzin-Nachfrage ermittelt. Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist nach den neuesten Zahlen von Baker Hughes in der vergangenen Woche um 7 auf nun 598 Einheiten zurückgegangen. Dies ist das erste deutliche Minus seit  knapp einem Jahr und könnte schon eine spontane Auswirkung durch die zuletzt wieder schwächeren Öl-Futures gewesen sein.
Es gibt aber weiterhin auch stützende Faktoren. Vor allem neue Spannungen im Nahen Osten, die unsichere Lage in Libyen,  sowie das sich gerade in der Umsetzung befindliche Öl-Embargo gegen Russland sind hier zu nennen. Auch die drohende Gaskrise in Europa dürfte in nächster Zeit dafür Sorgen, dass die Notierungen auf einem hohen Niveau bleiben.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar am Freitag deutlich an Wert verloren, nachdem aus den USA überraschend gute Zahlen zum Arbeitsmarkt vermeldet wurden. Im Juli wurden hier 528.000 neue Jobs ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, erwartet hingegen nur 250.000. Auch die Stundenlöhne stiegen stärker als erwartet, sodass der Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen weiter zu erhöhen, sich dadurch wohl wieder verstärkt hat.

Trotz der Währungsverluste und der gestiegenen Rohölpreise stehen die Chancen gut, dass die Heizölpreise heute den leichten Abwärtstrend der letzten Tage fortsetzen können. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Versorgungsprobleme aufgrund von Niedrigwasser und hoher Inlandsnachfrage lassen aber leider wohl auch in nächster Zeit wenig Spielraum für größere Preisreduzierungen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 08.08.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (05.08.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 08.08.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (05.08.2022, 23:59 Uhr)

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