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Marktbericht vom 16.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Rückgang der internationalen Ölpreise drückt endlich auch die Heizölpreise!

16.09.2022, 08:10 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und auch gestern gab es zeitweise wieder massive Verluste, vor allem bei Gasöl. Diese Entwicklung kommt nun endlich auch bei den Heizöl-Notierungen hierzulande an.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen knapp unterhalb einem Dollar gehandelt.

Zinssorgen und gestiegene US-Ölbestände waren am Ölmarkt in dieser Woche die Hauptthemen, die dafür sorgten, dass die Rohölpreise deutlich nachgegeben haben und die Gasöl-Notierungen auf das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr gedrückt wurden.
Dies, obwohl die Ölbestände weltweit weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau liegen und die OPEC+ Gruppe die Fördermengen schon im November weiter senken könnte.
Aber an den Börsen wird bekanntlich die Zukunft gehandelt und diese lässt, vor allem was die Konjunkturentwicklung anbetrifft, keine rosigen Zeiten erwarten.
Auch wenn es auch immer wieder mal durchaus auch gute Konjunkturdaten zu vermelden gibt. So ist die Industrieproduktion in China per August um 4,2 Prozent gestiegen und die Einzelhandelsumsätze legten um 5,4 Prozent zu. Beide Werte lagen deutlich über den Erwartungen. Auch die gestern veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA fielen sehr gut aus, wobei dies in der aktuellen Wirtschaftskonstellation nicht uneingeschränkt positiv zu werten ist, könnte dies die Inflation doch zusätzlich weiter anheizen. Der Philadelphia Fed Herstellungsindex ist per September aber auf einen Wert von minus 9,9 Punkte eingebrochen. Hier hatten die Analysten mit einem positiven Wert von 2,8 gerechnet.
Ein weiterer bearisher, also preisdrückende Faktor war sicherlich die Meldung, dass die Rohölimporte Indiens im August im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent gefallen sind.

Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursbewegungen. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen und zeitweise wieder die Parität, also den Gleichstand mit der US-Währung erreichen. Die Händler verarbeiten derzeit eine Reihe neuer Konjunkturdaten, bevor in der nächsten Woche wieder die nächste Sitzung der US-Notenbank in den Fokus rückt. Hier wird mit einer weiteren Zinsanhebung um 0,75 Prozent gerechnet.

Die Heizölpreise hierzulande haben in dieser Woche im Schnitt um weitere zehn Cent pro Liter nachgeben und stehen mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau der letzten zwei Monate. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sind auch heute wieder Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent zu erwarten. Endlich wieder steigende Pegelstände und vor allem die stark gefallenen Gasöl-Notierungen sorgen dafür, dass sich der Heizöl-Markt wieder langsam den internationalen Ölpreisen annähern kann. Einziger Wermutstropfen sind derzeit die sehr langen Lieferzeit von regional bis zu drei Monaten. Dies kann die Spekulation auf niedrigere Preise zu einem gefährlichen Spiel werden lassen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 16.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (15.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 16.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (15.09.2022, 23:59 Uhr)

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