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Marktbericht vom 23.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise pendeln sich ein - Heizölpreise bleiben weitgehend stabil

23.09.2022, 08:55 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern den zuletzt eingeschlagenen Seitwärtstrend fortgeführt und sind wenig verändert aus dem Handel gegangen. In Folge zeigen sich auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zum Start in den letzten Handelstag der Woche nur wenig bewegt.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,30 Dollar. Auch der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 98,40 Dollar-Cent gehandelt.

Eine globale Rezession scheint angesichts der rasant steigenden Zinsen und der nach wie vor gestörten Lieferketten unvermeidbar zu sein und so gibt es am Ölmarkt derzeit kaum größeres Potenzial nach oben.
Dies, obwohl die Angebotslage nach wie vor angespannt ist. Gerade wir Europäer müssen aufgrund der Russland-Sanktionen neue Versorgungswege finden, die die vorhandenen Kapazitäten stark belasten. Außerdem bleibt die OPEC+ weiterhin deutlich hinter den eigenen Förderzielen zurück, sodass die Ölbestände global weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau bleiben.
Dies gilt auch für die USA.  Wenngleich die Vorräte hier zuletzt etwas angestiegen sind, liegen vor allem die Destillat-Bestände in der langfristigen Betrachtung am unteren Ende der Bandbreite.
Ein weiterer bullisher, also preistreibender Faktor ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Atomverhandlungen mit dem Iran wohl erneut gescheitert sind und es aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich ist, dass diese wieder aufgenommen werden. Die vom Markt erhofften zusätzlichen Mengen aus dem persischen Golf werden somit bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.
Fraglich ist, wie sich die seit längerem schon diskutierte Preisobergrenze für russisches Öl auf die Märkte auswirken wird. Die Teilmobilmachung russischer Streitkräfte könnte das Thema bald zur Umsetzung bringen. Ob dies den gewünschten Erfolg bringen wird, ist angesichts der Aussicht, dass sich China und Indien nicht an der Aktion beteiligen wollen, allerdings fraglich. Im schlimmsten Fall könnten die Rohölpreise dadurch sogar ansteigen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf dem niedrigsten Niveau der letzten 20 Jahre. Die schnell und stark steigenden Zinsen in den USA, sowie die drohende Zuspitzung des Krieges in der Ukraine, lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Heute stehen einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die auf die weitere künftige Wirtschaftsentwicklung in der EU schließen lassen könnten.

Die Heizölpreise hierzulande haben nach dem schönen Rückgang in der ersten Septemberhälfte in dieser Woche leider wieder angezogen und stehen derzeit etwas über dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate. Heute könnte es, wie auch schon gestern, aber wieder leicht nach unten gehen. Zumindest deuten erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht auf Abschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter hin. Die extrem hohe Nachfrage der letzten Tage lässt derzeit leider wenig Spielraum für größere Preisrückgänge, da die Kapazitäten im Handel auf Wochen hin ausgelastet sind.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 23.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (22.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 23.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (22.09.2022, 23:59 Uhr)

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