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Marktbericht vom 26.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise unter Druck, Euro schwach - Heizölpreise mit wenig Bewegung

26.09.2022, 08:43 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages kräftige Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute morgen schwach in die neue Handelswoche. Da der Euro gleichzeitig aber ebenfalls deutlich nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert bis leicht höher in den Tag gehen.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch knapp 85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 77,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 96,40 Dollar-Cent gehandelt.

Bereits mit der Veröffentlichung schwacher Konjunkturdaten aus der EU gerieten die Rohölpreise am Freitagvormittag unter Duck. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen per September mit 48,5 bzw. 48,9 Punkten schlechter aus als erwartet und signalisierten den Börsianern eine schrumpfende Wirtschaftsentwicklung.
Zwar fielen die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA wesentlich besser aus, trotzdem ging es mit den Futures weiter nach unten, da der starke US-Dollar das Öl für Käufer ausserhalb des Dollarraums verteuert.
Die zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise werden sicherlich das Hauptthema des in der nächsten Woche stattfindenden Treffens der OPEC+ Staaten sein, die diese Entwicklung mit Sorge betrachten und bereits Anfang September mit einer Förderkürzung von 0,1 Millionen Barrel pro Tag einen Richtungswechsel signalisiert haben. Die Frage ist hier aber sicherlich, in wieweit die offizielle Quote noch eine Marktwirkung hat, wenn die tatsächliche Fördermenge derzeit gut drei Millionen Barrel darunter liegt.
Auch die US-Ölförderung scheint mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Die Fördermenge liegt hier seit Wochen mehr oder weniger konstant bei gut 12 Millionen Barrel pro Tag, die Zahl der aktiven US-Bohranlagen pendelte seit Mitte des Jahres um den Wert 600. In der vergangenen Woche gab es nach den neuesten Zahlen des Öldienstleisters Baker Hughes hier einen leichten Zuwachs von 3 auf nun 602 Einheiten.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren zurückgefallen und ein neues Allzeittief ist wohl nicht mehr auszuschließen. Die auch aufgrund der Energiekrise sich schwach entwickelnde Konjunktur in Europa, die zudem stärkere Verflechtung mit den Kriegsparteien, sowie die stärker und schneller steigenden US-Zinsen lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Zudem könnte Italien zu einem EU-Wackelkandiaten werden, sollte es hier zu einer neuen Rechtsregierung um die Wahlsiegerin Georgia Meloni kommen.

Gemischte Vorgaben für die Heizölpreise hierzulande, die in Folge nur wenig verändert in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht im Schnitt leichte Aufschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Tatsache, dass die Nachfrage zuletzt deutlich zurückgegangen ist, dürfte sich in nächster Zeit aber durchaus positiv auf die Notierungen auswirkten. Denn trotz des starken Verfalles unserer Währung, ist das Preisniveau angesichts der schwachen Entwicklung der Rohölpreise immer noch deutlich zu hoch.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 26.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (23.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 26.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (23.09.2022, 23:59 Uhr)

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