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Marktbericht vom 29.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit deutlichen Aufschlägen - Heizölpreise ziehen an!

29.09.2022, 08:16 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nach einem schwachen Start deutlich verteuert und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Heute Morgen zeigen sich die Futures bislang stabil, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande in Folge mit weiteren Aufschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 81,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar einen Teil der jüngsten Verluste wieder wettmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 96,80 Dollar-Cent gehandelt.

Der Anstieg der Rohölpreise war gestern zunächst auf eine technische Reaktion auf die starken Verluste der Vortage zurückzuführen, auch wenn es nach wie vor sicherlich auch starke fundamentale Gründe gibt, die für einen Anstieg der Ölpreise sprechen. Vor allem die Energiekrise in Europa wurde durch den Anschlag auf die Nordstream-Pipelines wieder stärker in den Fokus der Anleger gerückt, die wohl anstehende Förderkürzung durch die OPEC+ und die nach wie vor knappe Versorgungslage, vor allem bei den Endprodukten, sind weitere Faktoren.
Auf der anderen Seite lassen die Sorgen um die Entwicklung der globalen Konjunktur weiterhin kaum Spielraum für einen stärkeren Preisanstieg.
Neue Impulse erwarteten sich die Markteilnehmer gestern von den US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), nachdem die API-Zahlen vom Vortag relativ neutral ausgefallen waren. Hier gab es dann eine dicke Überraschung, denn über alle Produktbereiche wurden teils deutliche Rückgänge vermeldet, sodass unterm Strich im Vergleich zur Vorwoche ein Abbau von knapp neun Millionen Barrel zu Buche standen. Zudem zog die Gesamtnachfrage kräftig von 18,9 auf 20,8 Millionen Barrel pro Tag an. Und als ob es damit noch nicht genug wäre, ging gleichzeitig die US-Ölförderung um knapp 100.000 Fass pro Tag zurück.
In Reaktion auf die also durchweg bullish zu wertenden Zahlen, zogen die Öl-Futures weiter an und bis Handelsschluss summierten sich die Aufschläge je nach Sorte und Produkt auf 5 bis 7 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern von der guten Stimmung an den US-Aktienmärkten profitieren und im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar deutlich zulegen. Mit eine Rolle dürften dabei in Reaktion auf die herben Verluste der Vortage sicherlich auch technische Faktoren gespielt haben. Zusätzlich brachte die überraschende Entscheidung der Bank of England, die Geldpolitik vorübergehend wieder zu lockern, Bewegung in den Markt. Ingesamt bleiben die Rahmenbedingungen für unsere Gemeinschaftswährung aber durchweg schlecht.

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Zudem bleibt es bei einer nach wie vor extrem starken Inlandsnachfrage, sodass auch die Lieferzeiten weiter auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Wer mit seinem Heizöl-Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte daher unbedingt rechtzeitig bestellen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 29.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (28.09.2022, 23:40 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 29.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (28.09.2022, 23:40 Uhr)

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