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Marktbericht vom 14.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben im Seitwärtstrend - Heizölpreise geben weiter nach!

14.11.2022, 08:41 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bewegen sich im Großen und Ganzen seit Wochen seitwärts, wobei sich die Gasöl-Futures zuletzt eher verbraucherfreundlicher als die Rohölpreise entwickelt haben. Dies hat sich entsprechend positiv auf die Heizöl-Notierungen hierzulande ausgewirkt, die wohl auch heute wieder mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 95,70 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 990 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter schön zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0320 Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt bleibt weiterhin auf Richtungssuche und befindet sich nach wie vor im Spannungsfeld zwischen den Sorgen vor einer globalen Rezession und einer damit verbundenen schwachen Ölnachfrage und der Unsicherheit über das verfügbar Angebot.
Hier geht es natürlich vor allem um die russischen Öllieferungen, die ab dem fünften Dezember durch ein neues EU-Embargo zusätzlich reduziert werden sollen. Ab diesem Zeitpunkt darf kein russisches Öl mehr über den Seeweg von EU-Staaten bezogen werden. Zusätzlich wollen die G7-Länder einen Preisdeckel auf russisches Rohöl einführen, was aber nach wie vor sehr umstritten, da die Wirksamkeit schwer abschätzbar ist. Zwar meint die US-Finanzministerin Yellen, dass es Moskau schwer haben wird, diesen Mechanismus zu umgehen und das gesamte Öl an andere Staaten verkaufen zu können, auf der anderen Seite darf nicht vergessen werden, dass Russland zu den drei großen Ölproduzenten der Welt gehört und hier eine Drosselung der Förderung den Preis stark nach oben treiben könnte.
Am Freitag gab es kaum neue Markt beeinflussende Neuigkeiten, sodass sich die Marktteilnehmer heute auf den Monatsbericht der OPEC konzentrieren. Morgen kommt dann der Report der Internationalen Energieagentur (IEA).
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche deutlich um 9 auf nun 622 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt bleibt die Ölwährung US-Dollar weiterhin unter Druck bzw. der Euro im Aufwind. Dieser hat mittlerweile den höchsten Stand seit Mitte August erreicht. Hintergrund dieser Entwicklung ist eine sich wohl abschwächende Inflation in den USA, was erwarten lässt, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht mehr so stark und schnell anheben muss, wie dies in den letzten Monaten der Fall war.

Die Heizölpreise hierzulande kennen seit Wochen erfreulicherweise nun noch den Weg nach unten und auch heute sollten die Notierungen weiter leicht nachgeben. Zumindest wenn es nach aktuellen Berechnungen geht, die Abschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten lassen. Erste Preistendenzen deuten aus morgendlicher Sicht bislang eher auf stabile Kurse hin. Die Verbraucher honorieren die schöne Preisentwicklung mit einer wieder steigenden Nachfrage, so  dass die Lieferzeiten vorerst weiterhin auf einem recht hohen Niveau bleiben. Wartezeiten von 10 bis 12 Wochen sind weit verbreitet.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 14.11.2022, 23:50 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (11.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 14.11.2022, 23:50 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (11.11.2022, 23:59 Uhr)

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