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Marktbericht vom 02.12.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit Berg- und Talfahrt - Heizölpreise zu Wochenschluss wieder leichter!

02.12.2022, 08:32 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel deutlich angezogen und so die Aufwärtsentwicklung der bisherigen Woche zunächst weiter fortgesetzt. Ab späten Nachmittag geriet der Ölkomplex aber wieder unter Druck, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit Abschlägen in den letzten Handelstag starten werden.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 87 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 920 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0525 Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise erhielten gestern Impulse nach oben aus China, nachdem hier der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe per November die Erwartungen mit 49,4 Punkten übertreffen konnte und in zwei Millionenmetropolen die Corona-Beschränkungen gelockert wurden. Außerdem soll es hier nach neuen Informationen aus Regierungskreisen wohl langsam ein generelles Umdenken in Peking geben.
Mit guten Konjunkturdaten aus den USA und einem gleichzeitig fallenden Dollarkurs ging es mit den Futures dann weiter nach oben, bis eine wohl vorläufige Einigung beim Thema EU-Preisdeckel auf russisches Öl vermeldet wurde. Angeblich hat man sich auf eine Obergrenze von 60 Dollar pro Barrel festgelegt, was aber von allen 27 Mitgliedsstaaten noch ratifiziert werden muss.
Am Ölmarkt löste dies Gewinnmitnahmen aus, ist doch in Folge damit zu rechnen, dass die russischen Öllieferungen bei diesem Preisniveau wohl kaum in größerem Umfang eingeschränkt werden.
Damit scheint immer mehr Klarheit in die künftige Angebotssituation zu kommen, wobei natürlich noch das Ergebnis des Treffens der OPEC+ Staaten am kommenden Sonntag abgewartet werden muss. Die meisten Marktbeobachter rechnen hier aber mit keiner Änderung der erst kürzlich angepassten Förderquoten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder Gewinne verbuchen und auf den höchsten Stand seit Ende Juli klettern. Ursache für diese Entwicklung ist die Andeutung von US-Notenbankchef Jerome Powell, das Tempo der Zinserhöhungen eventuell schon bei der nächsten Sitzung im Dezember zu verringern.

Gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, so dass die Heizölpreise zum Wochenschluss wohl wieder etwas nachgeben werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die zuletzt wieder steigenden Notierungen haben zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage geführt, was die Lieferzeiten auf einem hohen Niveau bleiben lässt. Wer also mit dem Tankvorrat nicht über den Winter kommt, sollte die Lieferzeiten gut im Auge behalten und möglichst frühzeitig bestellen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 02.12.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (01.12.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 02.12.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (01.12.2022, 23:59 Uhr)

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