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Marktbericht vom 01.12.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise geben nach OPEC-Beschluss deutlich nach - Heizölpreise billiger!

01.12.2023, 08:40 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern nach Bekanntgabe des Ergebnisses des Treffens der OPEC+ überraschend deutlich zurückgefallen. In Folge werden erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Abschlägen in das Erste-Advent-Wochenende starten.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 80,60 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 803 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0910 US-Dollar gehandelt.

Der deutliche Rückgang der Öl-Futures kam deshalb überraschend, weil die Produzentenvereinigung weitere freiwillige Förderkürzungen beschlossen und verkündet hat, was im Vorfeld zwar im Bereich des Möglichen war, jedoch sicherlich nicht von den meisten Marktteilnehmern erwartet wurde.
Doch nach dem Motto "buy the rumor, sell the news" setzten spontan umfangreiche Verkäufe ein und die Rohölpreise fielen in kürzester Zeit um rund 4 Dollar pro Barrel zurück. Die Händler zweifeln wohl an der Durchführbarkeit der Beschränkungen, da diese wie erwähnt auf Freiwilligkeit basieren. Saudi-Arabien und Russland wollen ihre bereits laufenden Produktionseinschränkungen von gemeinsam 1,3 Millionen Barrel bis mindestens Ende des ersten Quartals fortsetzen, noch einmal knapp eine Million Barrel pro Tag sollen von fünf weiteren Mitgliedsländern kommen, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak.
Die anschließend fehlende Abschlusserklärung und Pressekonferenz verstärkten dann die Meinung der Marktakteure, dass das ganze Konstrukt auf sehr wackeligen Beinen stehen könnte.
Die Meldung über die Wiederaufnahme der Ölverladungen am westrussischen Exportterminal Noworossijsk, die seit Tagen unterbrochen war und die Ölförderung Kasachstans massiv eingeschränkt hatte, wirkte ebenfalls preisdrückend.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weitere Verluste hinnehmen, die durchaus plausibel nachzuvollziehen sind. Der EU Verbraucherpreisindex per November fiel nämlich überraschend deutlich von 4,2 Prozent im Vormonat auf 2,4 Prozent zurück, was eine weitere Zinsanhebung der EZB sehr unwahrscheinlich macht. Die Analysten hatten im Vorfeld nur mit eine Rückgang auf 2,7 Prozent gerechnet. Am Nachmittag gab es dann erneute gute US-Konjunkturdaten in Form des Chicagoer Einkaufsmanagerindex, der mit 55,8 Punkten veröffentlicht wurde. Hier wurde nur ein Wert von 45,4 erwartet.

Trotz der leichten Währungsverluste werden die Heizölpreise aufgrund der stark gefallenen Öl-Futures heute natürlich mit schönen Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage bleibt auch angesichts der winterlichen Witterung hoch und die Liefertermine für das alte Jahr werden langsam knapp. Daduch muss die Erhöhung der CO2-Abgabe vom Handel immer mehr in die Notierungen einkalkuliert werden. Die online angebotenen Preise sind mit Bestellung fix, auch wenn die Lieferung erst im neuen Jahr erfolgen kann.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 01.12.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (30.11.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 01.12.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (30.11.2023, 23:59 Uhr)

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