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Marktbericht vom 02.02.2024

Heizöl-Markt aktuell: Hoffnung in Gaza lässt Ölpreise fallen - Heizölpreise mit schönen Abschlägen!

02.02.2024, 08:57 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern bis zum Abend hin recht stabil seitwärts entwickelt, sind nach der Meldung, dass es Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas geben könnte, aber deutlich zurückgefallen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,25 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 831 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0885 US-Dollar gehandelt.

Die Überraschung kam gestern nicht vom Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+, sondern aus bzw. zum Thema Gaza. Anscheinend gibt es derzeit intensive Bemühungen einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu erreichen. Auch wenn es sicherlich noch ein langer Weg zu einem Frieden in der Region ist, hat die Meldung die Rohölpreise gestern Abend spontan unter Druck gebracht.
Seitens der OPEC+ gab es hingegen keine neuen Entscheidungen bzw. Erkenntnisse. Ob die im Dezember beschlossenen zusätzlichen Förderkürzungen über den März hinaus verlängert werden, ist wohl erst Thema beim nächsten Treffen.
Ansonsten gab es gestern ingesamt recht robuste Wirtschaftsindikationen aus den USA. Hier erreichte der ISM Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe per Januar einen Stand von 49,1 Punkte, die Analysten hatten lediglich mit 47,2 Zählern gerechnet. Auch die Bausausgaben fielen per Dezember höher aus als erwartet, während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung unerwartet angestiegen ist.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern deutlich zulegen. Hierfür verantwortlich war unter anderem der EU Erzeugerpreisindex für Januar, der mit einem Plus von 2,8 Prozent etwas höher ausfiel als erwartet. Auch der Kern-Index lag um 0,1 Prozent über der Prognose der Analysten. Dies lässt erwarten, dass auch die EZB wohl nicht so schnell über Zinssenkungen nachdenken wird.

Beste Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute weiter deutlich nachgeben werden. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Sollte es heute zu keiner überraschenden Wende mehr kommen, hat diese Woche erfreulicherweise deutliche Abschläge gebracht. Vielleicht können die wieder wesentlich attraktiveren Konditionen die Nachfrage, die derzeit als sehr schwach bezeichnet werden kann, wieder etwas ankurbeln.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 02.02.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (01.02.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 02.02.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (01.02.2024, 23:59 Uhr)

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