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Marktbericht vom 01.02.2024

Heizöl-Markt aktuell: Rohöl fällt, Gasölpreise ziehen an - Heizölpreise starten kaum verändert!

01.02.2024, 08:03 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern recht unterschiedlich entwickelt. Während es bei Rohöl deutliche Abschläge gab, haben die Gasöl-Futures angezogen. Insgesamt blieben hier die Kursausschläge aber relativ gering, sodass die Heizöl-Notierungen heute kaum verändert bis leicht höher in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 80,60 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 852 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,08 US-Dollar gehandelt.

Erstmals seit vier Monaten hat es im Januar wieder einen Anstieg der Rohölpreise gegeben, was nicht unbedingt zu erwarten war, sorgten sich die Markteilnehmer in den vergangenen Wochen doch sehr um die Entwicklung der globalen Ölnachfrage im ersten Quartal. Diese Ängste waren aber wohl größtenteils unbegründet, denn in den USA und auch in Asien zeigt sich die Konjunktur recht robust, auch wenn die großen Wachstumsraten in China wohl vorerst nicht mehr zu sehen sind. Trotzdem steigt hier der Ölbedarf noch permanent an.
Außerdem hat sich die Lage gerade im Nahen Osten weiter verschärft und auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gibt es neuerdings immer wieder Angriffe auf Ölanlagen.
Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten aus den USA fielen relativ unspektakulär aus. Bei Rohöl und Benzin gab es einen leichten Aufbau von jeweils 1,2 Millionen Barrel, bei den Destillaten einen Rückgang von 2,5 Millionen Fass. Die Nachfrage stieg um gut eine halbe Million Barrel pro Tag und liegt somit in etwa auf Vorjahresniveau. Die Ölproduktion legte nach den wetterbedingten Ausfällen wieder deutlich um 0,7 auf nun 13 Millionen Barrel pro Tag zu.
Ab heute dürfte das Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+ im Fokus der Ölhänder stehen. Bereits im Vorfeld deutet eine Reuters-Umfrage darauf hin, dass die Organisation im Januar die Produktion unterm Strich zurückgefahren hat. Weiteren Aufschluss darüber sollte das heute beginnende Meeting bringen.

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Hand mit Megaphon

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar unter Druck. Die gestrige Sitzung der US-Notenbank brachte zwar erwartungsgemäß keine Änderung beim Leitzins, die Äußerungen des Vorsitzenden Jerome Powell dämpften die Hoffnung auf eine baldige Lockerung, was den Greenback stützte. Konkret sagte Powell, dass eine Leitzinssenkung bei der kommenden Sitzung im März unwahrscheinlich sei.

Die Heizölpreise werden nach diesen Vorgaben heute nur wenig verändert in den ersten Handelstag des neuen  Monats starten. Aktuelle Berechnungen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen deuten eher auf stabile Notierungen hin. Insgesamt bleibt das Interesse am Heizölkauf weiterhin recht gering, die Ölheizer hoffen auf weitere Preisrückgänge im Frühjahr. Ob diese kommen werden, dürfte in erste Linie von der Entwicklung im Nahen Osten und den Fördermengen der OPEC+ abhängig sein.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 01.02.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (31.01.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 01.02.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (31.01.2024, 23:59 Uhr)

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