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Marktbericht vom 20.03.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise uneinheitlich - Heizölpreise wenig verändert

20.03.2024, 08:13 Uhr von Josef Weichslberger
Ölraffinerie und Tanklager

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern recht uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl nochmals nach oben ging, gab es bei den Gasöl-Futures einen Rückgang, der dafür verantwortlich ist, dass die Heizöl-Notierungen heute stabil, eventuell sogar mit Abschlägen in den heutigen Tag starten werden.


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Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,20 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 849 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0860 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise haben gestern den sechsten Handelstag in Folge im Plus geschlossen und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Ende Oktober letzten Jahres. Dies nicht ohne Grund, denn zuletzt gab es nahezu ausschließlich bullish, also preistreibend zu wertende Nachrichten.
Vor allem die Tatsache, dass die Ölimporte Chinas zuletzt höher ausgefallen sind als erwartet, hat die Sorge vor einer schwachen globalen Nachfrage in Luft aufgelöst. Außerdem gibt es Probleme auf der Angebotsseite, da dem Markt durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen täglich rund 300.000 Barrel fehlen und der Irak für die nächsten Wochen eine Förderreduktion angekündigt hat. Einige Analysten sprechen von einer sich anbahnenden globalen Versorgungskrise, die aber natürlich jederzeit durch die OPEC+ verhindert werden könnten, denn die ungenützten Förderkapazitäten sind hoch und ein Hochfahren der Produktionsmengen wäre jederzeit möglich. Dass die hohen Ölpreise aber natürlich vom Produzentenbündnis gewollt sind, ist kein Geheimnis.
Gestern gab es neben gut ausgefallenen Konjunkturdaten aus der EU auch neue Ölbestandsdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) vermeldete nach Börsenschluss einen Rückgang bei Rohöl und Benzin, die Vorräte bei den Destillaten sind hingegen leicht angestiegen. Insgesamt fielen die Zahlen aber eher unspektakulär aus und die Marktteilnehmer warten auf die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Daten des Department of Energy (DOE).

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Hand mit Megaphon

Auch am Devisenmarkt steigt die Spannung, denn heute Abend endet die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Auch wenn es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Änderung beim Leitzins geben wird, so erhoffen sich die Händler von der Rede des Vorsitzenden Jerome Powell dann doch Hinweise, wann mit einer ersten Zinssenkung gerechnet werden kann. Im Vorfeld gab es gestern einen recht ruhigen Handel mit nur wenig Kursbewegung zwischen der Ölwährung US-Dollar und dem Euro.

Dank der gefallenen Gasöl-Futurs werden die Heizölpreise hierzulande heute stabil bis leicht nachgebend in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach den Aufschlägen der letzten Tage stehen die Notierungen derzeit knapp unterhalb des Durchschnittspreises der letzten drei Monate auf einem in der längerfristigen Betrachtung immer noch recht attraktiven Niveau.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 20.03.2024, 23:40 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (19.03.2024, 23:50 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 20.03.2024, 23:40 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (19.03.2024, 23:50 Uhr)

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