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Marktbericht vom 04.06.2024

Heizöl-Markt aktuell: Kursabsturz am Ölmarkt - Heizölpreise unter Druck

04.06.2024, 09:44 Uhr von Josef Weichslberger
Preisrutsch am Ölmarkt

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gerieten gestern im Laufe des Nachmittags weiter unter Druck. Hauptgrund für den Preiseinbruch ist die verzögerte Reaktion auf die Beschlüsse der OPEC+. Infolgedessen sind auch die Heizölpreise hierzulande gesunken.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 77,62 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni derzeit 701,00 Dollar kostet. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar weiter stabil und wird heute Morgen zu Kursen von etwa 1,0899 US-Dollar gehandelt.

Die Notierungen an den Börsen fielen gestern auf neue Langzeittiefs, nachdem die OPEC+ ankündigte, ihre freiwilligen Kürzungen ab Oktober zurückzufahren, was Sorgen über ein Überangebot schürte. Auch heute bleiben die Ölpreise unter Druck.
Die Ölpreise stehen vor einem doppelten Problem: Einerseits belastet die Ankündigung der OPEC+, ab Oktober 2024 einige Produktionskürzungen zurückzunehmen, die Angebotsseite. Andererseits stützen die schwachen US-Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe die Nachfrage nicht.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe lag im Mai bei 48,7 Punkten, deutlich unter der Wachstumsmarke von 50. Auch die Bauausgaben gingen im April erneut zurück, was eine schwächere Nachfrage nach Öl und Kraftstoffen signalisiert.
Seit Anfang April haben die Ölpreise kontinuierlich nachgegeben, da geopolitische Risiken in den Hintergrund traten und Nachfragesorgen zunahmen. Die Marktkonstellation zeigt, dass das Angebot nicht mehr als knapp eingeschätzt wird.
Unabhängig von der OPEC+ bleibt die Nachfrageentwicklung der größte Belastungsfaktor für die Ölpreise. Neben den langanhaltenden Problemen in China bereitet auch die US-Nachfrage Sorgen, da die saisonale Entwicklung hinter den Erwartungen zurückblieb. Diese Woche warten die Anleger deshalb gespannt auf die US-Ölbestandsdaten, die erstmals Daten zur Memorial-Day-Woche enthalten, dem inoffiziellen Start der US-Fahrsaison mit typischerweise hohem Benzinbedarf. Sollte dieser nicht unerwartet hoch Ausfallen, werden die Preise weiter unter Druck bleiben.

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Hand mit Megaphon

Mit diesen Nachfragesorgen und der starken Marktreaktion auf die OPEC+ Kürzungsabbaupläne ist die fundamentale Einschätzung derzeit bärisch.

Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben mit weiteren Abschlägen in den Tag. Geht es nach ersten Preistendenzen werden die Notierungen heute bis zu zwei Cent pro Liter nachgeben. Damit sinkt das Preisniveau weiterhin und es bietet sich eine Gelegenheit um preiswert zu tanken.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 04.06.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (03.06.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 04.06.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (03.06.2024, 23:59 Uhr)

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