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Marktbericht vom 10.06.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise zu Wochenbeginn fester - Auch Heizölpreise legen weiter zu

10.06.2024, 09:09 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreises zum Wochenstart fester, Heizöl zieht weiter an

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben zum Wochenstart erneut etwas zugelegt. In Folge setzt sich auch der Aufwärtstrend bei den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter fort.

 Derzeit stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,83 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni 728,00 Dollar kostet. Der Euro schwächelt im Vergleich zum US-Dollar und wird heute Morgen zu Kursen von etwa 1,0754 US-Dollar gehandelt.

Der Devisenhandel dominierte letzte Woche die Finanzmärkte. Die Fed könnte ihre geplante Zinssenkung weiter verschieben, da die Arbeitsmarktdaten am Freitag besser als erwartet ausfielen. Ökonomen erwarten von einer Zinssenkung positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage. Allerdings bleiben die DOE-Daten enttäuschend: Die Benzinnachfrage fiel letzte Woche auf 8,95 Mio. Barrel pro Tag, weit unter den Vorjahreswerten von 9,2 Mio. Barrel pro Tag.
Die OPEC+ steht unter Druck, nachdem sie die Rückführung der Produktionskürzungen ab Oktober angekündigt hatte. Die Gruppe schließt nicht aus, den Beschluss rückgängig zu machen, falls der Markt dies erfordert. Innerhalb der OPEC+ wächst die Skepsis. Der russische Vizepremier Alexander Nowak rechnet 2024 mit einem Nachfragewachstum von 1,5 bis 2,0 Mio. Barrel pro Tag und 2025 mit 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Er sieht den Ölpreis bis Jahresende bei 80 bis 85 Dollar, was wenig Aufwärtsspielraum bietet. Der Markt wird wahrscheinlich mittlere 80-Dollar-Preise im dritten Quartal erreichen, falls überzeugende Signale einer Verknappung der Ölbestände vorliegen. Die OECD-Ölbestände stiegen im Mai um 48 Mio. Barrel, deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie.
Ein weiterer Faktor, der die Ölpreise beeinflussen könnte, ist die mögliche Wiederinbetriebnahme der Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline, die seit letztem Jahr stillgelegt ist. Vertreter des irakischen und kurdischen Ölministeriums sowie internationale Konzerne trafen sich in Bagdad, um die Bedingungen zu besprechen. Es scheint, dass eine Einigung nahe ist, was das Ölangebot um bis zu 450.000 Barrel pro Tag erhöhen könnte.
Die OPEC+ hat den bärischen Effekt ihrer Ankündigung größtenteils abgefangen. Die Botschaft ist klar: Fallen die Preise weiter, bleiben die Kürzungen bestehen. Entscheidend wird sein, ob die Nachfrage wie erwartet ansteigt.

Heute Morgen schätzen wir die Marktlage neutral ein und warten auf neue Impulse durch die Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA. Der Euro gab nach der Ankündigung zu Neuwahlen in Frankreich stark nach, und die Ölbörsen haben sich erholt.

Die Heizölpreise hierzulande  werden auch aufgrund von Währungsverlusten folglich mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht einen Anstieg von etwa einem Cent pro Liter erwarten.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 10.06.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.06.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 10.06.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (07.06.2024, 23:59 Uhr)

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